Polizei verhaftet MySpace-Sexualstraftäter
Die Polizei von Texas hat auf Grundlage von Daten aus dem Sozialen Netzwerk MySpace sieben Sexualstraftäter verhaftet.
Die Polizei gab am Donnerstag bekannt, im Lauf der vergangenen zwei Wochen sieben verurteilte Sexualstraftäter verhaftet zu haben, die MySpace verwendeten.
Die von Rupert Murdochs News Corp. betriebene Community hatte ihren Datenbestand nach verurteilten Sexualstraftätern durchforstet und die Informationen auf Druck der Staatsanwaltschaft im Mai an die Polizei übergeben.
Bewährungsauflagen verletzt
Sechs der sieben Männer wurden deshalb verhaftet, weil sie MySpace verwendet und damit gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen hatten, die es ihnen unter anderem verbieten, das Internet zu benutzen. Der siebente Mann hatte es unterlassen, sich bei den lokalen Behörden als Sexualstraftäter anzumelden.
Laut Angaben der Behörden waren die weiblichen Opfer der Täter zwischen 13 und 21 Jahre alt, einer hatte ein vierjähriges Mädchen vergewaltigt.
Integrierte Datenbank
MySpace betreibt mittlerweile die einzige Datenbank in den USA, die sämtliche von den einzelnen Bundesstaaten im Netz publizierten Informationen über Sexualstraftäter zusammenfasst. Das Soziale Netzwerk gleicht diese Informationen regelmäßig mit seinen User-Profilen ab.
Auf diese Weise hat MySpace nach eigenen Angaben vom 13. Mai über 7.000 Accounts von Sexualstraftätern gefunden und entfernt.
MySpace fordert E-Mail-Registrierung
Im Dezember 2006 hatte MySpace mitgeteilt, sich in Washington dafür einzusetzen, dass Sexualstraftäter auch ihre E-Mail-Adressen in einer öffentlichen nationalen Datenbank bekannt geben müssen.
Damit könne automatisch verhindert werden, dass diese Personen in dem Sozialen Netzwerk Profile anlegten. Dieses politische Ziel verfolgt MySpace weiterhin.
In den USA verpflichtet ein unter dem Namen "Megan's Law" bekanntes Gesetz seit 1996 die Strafverfolgungsbehörden aller Bundesstaaten dazu, die Daten verurteilter Sexualverbrecher öffentlich verfügbar zu halten.
Das erste "Megan's Law" wurde 1994 nach der Vergewaltigung und Ermordung des Mädchens Megan Nicole Kanka durch einen bereits verurteilten und wieder freigelassenen Sexualverbrecher in New Jersey verabschiedet.
(Reuters | futurezone)
