MySpace schließt Sexualstraftäter aus

Rote Karte
16.05.2007

Profile und Einträge gelöscht

Die Social-Networking-Plattform MySpace hat die Einträge von einigen Tausend verurteilten Sexualverbrechern gelöscht. Damit sollten die jüngeren Benutzer vor bösartigen Erwachsenen geschützt werden, sagte der MySpace- Sicherheitschef Hemanshu Nigam am Dienstag.

Am Vortag hatten die Generalstaatsanwälte von mehreren US-Bundesstaaten von der Tochter des Medienkonzerns News Corp verlangt, die Daten von Sexualstraftätern auszuhändigen.

Nigam wies darauf hin, dass die US-Gesetze zum Datenschutz dies untersagten.

"Wir werden alle legalen Mittel nutzen, damit die Informationen über diese Triebtäter an die zuständigen Behörden gelangen", versicherte er aber.

Datenbanken abgeglichen

In den USA müssen sich verurteilte Sexualstraftäter bei den Behörden melden. Ihre Namen und Adressen werden in Datenbanken registriert.

MySpace glich nach eigenen Angaben diese Informationen mit den Einträgen seiner 175 Millionen Nutzer ab. Der Plattform ist vorgeworfen worden, nicht genug zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Triebtätern zu tun.

Im Jänner wurde MySpace von Eltern verklagt, deren Töchter Opfer von sexuellen Übergriffen wurden.

"Teenager tauschen sich auf MySpace vor allem untereinander aus", meinte die Mediensoziologin Danah Boyd im vergangenen Oktober im Interview mit ORF.at.

(APA | Reuters)