MySpace soll Sexualstraftäter identifizieren
US-Staatsanwälte erhöhen Druck
Die Generalstaatsanwälte von acht US-Bundesstaaten haben das zu Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp gehörende Soziale Netzwerk MySpace dazu aufgefordert, ihnen eine Liste der auf MySpace agierenden verurteilten Sexualstraftäter zu übergeben.
In einer Pressemitteilung sagte Roy Cooper, der oberste Staatsanwalt von North Carolina, dass 2006 beinahe 100 Vorfälle sexueller Belästigung von Minderjährigen durch Erwachsene auf MySpace in den Medien berichtet worden seien.
Langwieriges Matching
MySpace hatte im Dezember angekündigt, gemeinsam mit der IT-Firma Sentinel eine Datenbank der registrierten Sexualstraftäter anlegen zu wollen. Die Datenbank hat Anfang Mai den Betrieb aufgenommen.
Cooper behauptet nun, Insider hätten ihm verraten, dass MySpace mit Hilfe der Datenbank "Tausende" registrierter Sexualstraftäter als Mitglieder habe identifizieren können.
Hemanshu Nigam, bei MySpace verantwortlich für Sicherheitsfragen, entgegnete, man sei noch dabei, die Daten der Sexualstraftäter mit jenen der Mitglieder-Datenbank abzugleichen, und würde damit beginnen, auf diese Weise identifizierte Personen aus MySpace zu entfernen.
Nigam forderte vom Gesetzgeber, eine Vorschrift zu erlassen, die verurteilte Sexualstraftäter dazu zwinge, auch ihre E-Mail-Adressen registrieren zu lassen. Auf diese Weise sei es einfacher, diesem Personenkreis den Zugang zu MySpace zu verweigern.
Erst im Oktober 2006 hatte der "Wired"-Journalist und Hacker Kevin Poulsen mit einem Script 100 Millionen MySpace-Profile nach den Namen von Sexualstraftätern durchforstet und war in einem Fall fündig geworden.
(AP | futurezone)
