MySpace liefert Sexualstraftäter aus
"Rechtliche Möglichkeit" gefunden
Entgegen der ersten Ankündigung liefert die Social-Networking-Plattform MySpace nun doch die Einträge von einigen tausend verurteilten Sexualverbrechern an US-Behörden aus.
Bisher hatte sich MySpace auf den Standpunkt zurückgezogen, dass die US-Gesetze zum Datenschutz das untersagen. Nun aber sei eine "rechtliche Möglichkeit" gefunden worden, den Forderungen der Behörden nachzukommen, erklärte MySpace.
Zwangsvorladung hilft immer
Letzte Woche hatten die Generalstaatsanwälte von mehreren US-Bundesstaaten, angeführt von Richard Blumenthal aus Connecticut, von der Tochter des Medienkonzerns News Corp. verlangt, die Daten auszuhändigen.
Blumenthal sagte, er habe eine Zwangsvorladung wegen der Daten eingereicht. "Unsere Vorladung erzwingt diese Information binnen Stunden und nicht Wochen." Mit mindestens 14 US-Bundesstaaten soll sich MySpace auf die gleiche Weise "geeinigt" haben.
Er kündigte weiters an, dass er die Profile auch auf das Nutzungsverhalten ihrer eigentlichen Besitzer untersuchen will.
MySpace hat nach eigenen Angaben 7.000 Profile von Sexualstraftätern gefunden, geblockt und schlussendlich gelöscht.
(Reuters | AP)
