Mars-Rover feiert ersten Jahrestag
Seit nunmehr einem Jahr erforscht die US-Weltraumagentur NASA mit ihrem Rover Spirit den Mars - und es könnte auch noch einige Zeit so weitergehen.
Die ursprünglich auf eine Betriebszeit von drei Monaten ausgelegten Mars-Rover Spirit und Opportunity, der drei Wochen nach Spirit auf dem Mars ankam, arbeiten laut NASA weiter einwandfrei.
"Die Rover sind in einem erstaunlich guten Zustand für ihr Alter", so der Leiter des Rover-Projekts am Jet Propulsion Laboratory, Jim Erickson.
Die beiden seien gut durch den harten Mars-Winter gekommen und derzeit herrsche der mildere Frühling - eine Garantie für die weitere Lebensdauer konnte Erickson aber nicht abgeben.
Spirit bewegt sich in der Äquator-Gegend des Mars beim Gusey-Krater, wo der Rover Spuren von einstmals vorhandenem Wasser aufspürte. Opportunity ist auf der anderen Seite des Planten bei Meridiani Planum.
Mission der Mars-Rover weiter verlängertErkenntnisse für die Zukunft
Nachdem die beiden Rover weiter einsatzbereit sind, gehen die Wissenschaftler nun dazu über, intensivere bzw. auch andere Untersuchungen anzustellen.
So bewegt sich Spirit gerade zu seinem ehemaligen Hitzeschild, das den Rover beim Eintritt in die Atmosphäre geschützt hat.
Dort wollen die Forscher herausfinden, wie stark die atmosphärische Reibung die Schutzschicht verglühen hat lassen.
"Mit etwas Glück können wir aus unseren Beobachtungen lerne, wie wir zukünftige Missionen zu fremden Planten besser ausrüsten und schützen können", meint Erickson.
Im August soll mit dem Mars Reconnaissance Orbiter eine weitere Sonde zum Mars geschickt werden. Die nächste Landung auf dem Mars soll vom Phoenix Laboratory der NASA 2008 erfolgen.
"Beagle"-Team plant neuen Marsroboter"Beagle II" bleibt verschwunden
Die gleichzeitg gestartet Mars-Mission der Europäischen Weltraumagentur hatte bekanntlich weniger Glück.
Zwar ist die ESA-Sonde "Mars Express" weiter erfolgreich unterwegs, das Landegerät "Beagle II" blieb allerdings seit dem Ausklinken am 25. Dezember 2003 bis dato spurlos verschwunden.
Im Gegensatz zu den US-Forschern hatten die ESA-Wissenschaftler während der Landungsphase keinen Funkkontakt zu "Beagle II", sondern wollten erst nach erfolgreicher Landung mit dem Roboter kommunizieren.
Doch alle an Beagle gesendeten Signale blieben unbeantwortet, weder Mars Express noch die beiden NASA-Rover haben jemals wieder ein Zeichen von Beagle orten können.
In einem abschließenden Bericht über das Scheitern der Mission wird Kritik am Management des Projekts geübt sowie bemängelt, dass nicht ausreichend Tests für die Landung des Roboters gemacht wurden.
Rennen zum Mars scheiterte an der Zeit
