"Beagle"-Team plant neuen Marsroboter
Das Team hinter dem europäischen Marsroboter "Beagle 2" plant bereits an der dritten Ausgabe eines Forschungsroboters für den Roten Planeten.
Colin Pillinger, der bereits "Beagle 2" konzipiert hatte, hat nun erste Entwürfe dazu vorgestellt, die auch der Europäischen Weltraumagentur [ESA] vorgelegt werden sollen. Das Team hofft, dass "Beagle 2: Evolution" [B2E] 2009 als Teil des europäischen Aurora-Weltraumprogramms abheben kann.
Laut Pillinger hat sein Team aus den Fehlern der letzten Mission gelernt, die Erkenntnisse seien in das neue Design bereits hinein geflossen. Zwar bleibt die Form des alten Rovers erhalten, aufgrund effizienterer Solarzellen braucht B2E nun nur mehr zwei Kollektorflächen statt vier.
Beagle 2: Evolution
Die NASA plant ihre nächsten Flüge mit Robotern für den Mars
derzeit bereits für 2008.
Mission der Mars-Rover weiter verlängertNeue Airbags für Landung
Diese werden zickzack-gefaltet, so dass das obere Kollektor immer horizontal bleibt. Die UHF-Antenne [die gleiche wie bei Beagle 2] ist auf diesem Kollektor montiert, sodass sie auch immer nach oben gerichtet ist.
Offenbar hat man auch daraus seine Lehren gezogen, dass die Kommunikation nach dem Freilassen von Beagle 2 nie wieder aufgenommen werden konnte. Nun soll, wie bei den erfolgreichen NASA-Rovern, auch während des Landeanflugs eine ständige Kommunikation mit dem Rover aufrecht erhalten werden.
Für die Landung werden gedämpfte Airbags in Erwägung gezogen, die den Rover wie auf Kissen bei der Landung abdämpfen sollen, indem sie die Luft wieder ablassen. Beagle 2 war ebenfalls mit Landung-Airbags ausgestattet, die ihn jedoch wie einen Ball auf der Marsoberfläche auffedern lassen sollten.
In dem abschließenden Bericht zum Scheitern der Beagle-Mission wird Kritik am Management des Projekts geübt sowie bemängelt, dass nicht ausreichend Tests für die Landung des Roboters gemacht wurden. Allgemein sei demnach das Risiko eines Scheiterns zu hoch gewesen.
Rennen zum Mars scheiterte an der Zeit
