05.11.2004

EVOLUTION

"Beagle"-Team plant neuen Marsroboter

Das Team hinter dem europäischen Marsroboter "Beagle 2" plant bereits an der dritten Ausgabe eines Forschungsroboters für den Roten Planeten.

Colin Pillinger, der bereits "Beagle 2" konzipiert hatte, hat nun erste Entwürfe dazu vorgestellt, die auch der Europäischen Weltraumagentur [ESA] vorgelegt werden sollen. Das Team hofft, dass "Beagle 2: Evolution" [B2E] 2009 als Teil des europäischen Aurora-Weltraumprogramms abheben kann.

Laut Pillinger hat sein Team aus den Fehlern der letzten Mission gelernt, die Erkenntnisse seien in das neue Design bereits hinein geflossen. Zwar bleibt die Form des alten Rovers erhalten, aufgrund effizienterer Solarzellen braucht B2E nun nur mehr zwei Kollektorflächen statt vier.

Neue Airbags für Landung

Diese werden zickzack-gefaltet, so dass das obere Kollektor immer horizontal bleibt. Die UHF-Antenne [die gleiche wie bei Beagle 2] ist auf diesem Kollektor montiert, sodass sie auch immer nach oben gerichtet ist.

Offenbar hat man auch daraus seine Lehren gezogen, dass die Kommunikation nach dem Freilassen von Beagle 2 nie wieder aufgenommen werden konnte. Nun soll, wie bei den erfolgreichen NASA-Rovern, auch während des Landeanflugs eine ständige Kommunikation mit dem Rover aufrecht erhalten werden.

Für die Landung werden gedämpfte Airbags in Erwägung gezogen, die den Rover wie auf Kissen bei der Landung abdämpfen sollen, indem sie die Luft wieder ablassen. Beagle 2 war ebenfalls mit Landung-Airbags ausgestattet, die ihn jedoch wie einen Ball auf der Marsoberfläche auffedern lassen sollten.