07.11.2004

KRIEGERISCH

Roboter für den Einsatz an der Front

Der militärische Einsatz von Robotern ist keine Seltenheit mehr.

Unbemannte Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe werden immer öfter verwendet, um Kampfplätze zu erkunden, Sprengsätze zu suchen, Waffen zu beseitigen und in erster Linie Soldaten aus der Kampflinie zu halten.

Das Pentagon gab zwischen 1991 und 1999 rund drei Milliarden USD für unbemannte Fluggeräte aus, bis 2010 werden es mehr als zehn Milliarden USD sein. Auf Drängen des Kongresses soll bis 2015 ein Drittel der Bodenfahrzeuge der US-Heeres unbemannt sein.

Das US-Verteidigungsministerium investiert auch immer mehr Geld in die Entwicklung von Robotern, die die eigenen Truppen bei Einsätzen im Irak oder in Afghanistan unterstützen sollen.

Pumpgun im Gepäck

Dabei bewährte sich bei den Einsätzen in Afghanistan und im Irak vor allem der von der Firma iRobot [auch für den Roomba-Robo-Staubsauger verantwortlich] hergestellte Packbot.

IRobot hat nun eine weiterentwickelte Version des Packbots entwickelt, der zur Zeit vom 29. Infanterie-Regiment in Georgia getestet wird.

Der Packbot der nächsten Generation wiegt 20 Kilo und ist mit einer Pumpgun ausgestattet, mit der potentielle Gegner an´gegriffen werden können.

Weiters verfügt der Robo-Soldat über chemische Sensoren, die nukleare, biologische und chemische Verunreinigungen aufspüren können.

High-Tech-Soldaten der Zukunft

Doch auch bei den Soldaten selbst wird technisch aufgerüstet.

Kürzlich wurde dem US-Kongress präsentiert, wie sich Wissenschaftler den Soldaten der Zukunft vorstellen und wie weit man bei der Umsetzunmg dieser Ideen ist:

Derzeit sind zwei verschiedene Uniform-Systeme in Entwicklung: "Future Force Warrior" soll bereits 2010 von den ersten Soldaten im Einsatz getragen werden, 2020 soll das Folgekonzept "Future Warrior System" einsatzbereit sein.