High-Tech-Uniformen für 2010
Kürzlich wurde dem US-Kongress präsentiert, wie sich Wissenschaftler den Soldaten der Zukunft vorstellen und wie weit man bei der Umsetzunmg dieser Ideen ist: Bilder aus Science-Fiction-Movies kommen dieser Vorstellung aber schon recht nahe.
Derzeit sind zwei verschiedene Uniform-Systeme in Entwicklung: "Future Force Warrior" soll bereits 2010 von den ersten Soldaten im Einsatz getragen werden, 2020 soll das Folgekonzept "Future Warrior System" einsatzbereit sein.
Diese Uniformen der Zukunft integrieren eine Waffe, individuellen Schutz von Kopf bis Fuß, ein Bord-Computer-Netzwerk, eingebaute Kraft-Quellen und sollen die Leistung der Soldaten steigern.
Das Ensemble soll den Soldaten mit dem geplanten "Future Combat System" verbinden, dessen Entwicklung das Pentagon für 15 Milliarden USD in Auftrag gegeben hat.
Soldaten der Zukunft total vernetztKommunikation und Datentransfer
Während Soldaten, die derzeit in Afghanistan oder im Irak im Einsatz sind, oft bis zu 60 Kilo an Ausrüstung mit sich herumschleppen müssen, wiegt das neue System mit allem drum und dran nur rund 25 Kilo.
Die Rüstung soll vor allem den Aufprall von Munition besser absorbieren als bisher eingesetzte kugelsichere Westen.
Über den im Rückenteil integrierten Bordcomputer sollen die Soldaten nicht nur untereinander kommunizieren können, sondern auch Daten mit Fahrzeugen oder Flugzeugen austauschen.
Eine Art herunterklappbare Brille lässt den Soldaten dabei einen 17 Zoll großen, semitransparenten Monitor sehen und gleichzeitig seine Umgebung im Auge behalten. Der Rechner wird allein über Sprache gesteuert.
Medizinische Überwachung
Bordcomputer und Rüstung überwachen auch die gesundheitliche
Verfassung des Soldaten: Körpertemperatur, Herzschlag,
Flüssigkeitszufuhr werden ständig kontrolliert und können von
Ärzten, die weit weg vom Einsatzort sind, für Diagnosen eingesehen
werden.
Das Schlachtfeld wird digitalVisionen für 2020
Bei der für 2020 geplanten Uniform setzen die Entwickler vor allem auf Nanotechnologie. So will man etwa eine "Rüstung" entwickeln, die sich so weich anfühlt wie ein normaler Stoff, der aber unter Beschuss steif und somit kugelsicher wird.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Schutzwesten hätte diese Uniform auch eine unbegrenzte Lebensdauer.
Eine weitere mögliche Entwicklung wäre der Einsatz von "Nanomuskel-Fasern", die Muskeln simulieren und dem Soldaten auf diesem Weg mehr Kraft verleihen.
Auf lange Sicht wollen die Militärs Soldaten weitgehend durch Roboter und unbemannte Fluggeräte ersetzen, um die Zahl der Todesopfer zu verringern.
Roboter statt Soldaten für die US-Armee
