Das Schlachtfeld wird digital
Das US-Militär erprobt im Irak-Konflikt erstmals digitale Truppenverfolgungs- und Kommunikationssysteme.
Die vierte Infanteriedivision hat dazu testweise eine entsprechende Ausrüstung erhalten. In den Fahrzeugen wurden mobile PCs samt Touch-Screens installiert, die digitale Straßenkarten zeigen, das Abrufen von aktuellen Satellitenbildern ermöglichen und Feindpositionen markieren.
Das "Army Battle Command System" ermöglicht die Echtzeitkommunikationen mit mehreren Einheiten gleichzeitig. Das System wurde ursprünglich für Kampfszenarien mit Panzern und Hubschraubern entwickelt und eilig an den Straßenkampf im Irak angepasst.
Echtzeitkommunikation
Das System ermöglicht nicht nur eine bessere Kommunikation,
sondern auch kürzere Vorbereitungszeiten. Jedes Fahrzeug ist durch
einen Satellitenlink ständig in Verbindung mit dem Hauptquartier.
Auf jedem Touch-Screen werden die Positionen der eigenen Fahrzeuge
in Echtzeit angezeigt, Feindpositionen können von jedem Soldaten
markiert werden und erscheinen gleichzeitig auf den Schirmen der
anderen Einheiten.
US-Truppen wollen mehr GadgetsUnbemannte Drohnen zur Unterstützung
Eigene Einheiten werden blau, Feindpositionen rot markiert; der leitende Offizier hat so beispielsweise den Überblick, ob alle Truppen für eine Blitzaktion richtig in Position gegangen sind.
An das System sind auch acht unbemannte "Shadow"-Flugdrohnen angeschlossen, die live Wärmebilder von der ihnen zugewiesenen Region liefern. Die Echtzeitvideos sind von jedem Fahrzeug aus abrufbar.
Das System wird jedoch auch von Kritik nicht verschont. Da trotz extra verstärkter Ausführung letzten Endes doch nur ein PC hinter den Konsolen steckt, kommt es immer wieder zu Ausfällen. Hitze, Staub und Erschütterungen sorgen dafür, dass alle Komponenten auf die Probe gestellt werden.
