02.01.2004

TEST IM IRAK

Das Schlachtfeld wird digital

Das US-Militär erprobt im Irak-Konflikt erstmals digitale Truppenverfolgungs- und Kommunikationssysteme.

Die vierte Infanteriedivision hat dazu testweise eine entsprechende Ausrüstung erhalten. In den Fahrzeugen wurden mobile PCs samt Touch-Screens installiert, die digitale Straßenkarten zeigen, das Abrufen von aktuellen Satellitenbildern ermöglichen und Feindpositionen markieren.

Das "Army Battle Command System" ermöglicht die Echtzeitkommunikationen mit mehreren Einheiten gleichzeitig. Das System wurde ursprünglich für Kampfszenarien mit Panzern und Hubschraubern entwickelt und eilig an den Straßenkampf im Irak angepasst.

Unbemannte Drohnen zur Unterstützung

Eigene Einheiten werden blau, Feindpositionen rot markiert; der leitende Offizier hat so beispielsweise den Überblick, ob alle Truppen für eine Blitzaktion richtig in Position gegangen sind.

An das System sind auch acht unbemannte "Shadow"-Flugdrohnen angeschlossen, die live Wärmebilder von der ihnen zugewiesenen Region liefern. Die Echtzeitvideos sind von jedem Fahrzeug aus abrufbar.

Das System wird jedoch auch von Kritik nicht verschont. Da trotz extra verstärkter Ausführung letzten Endes doch nur ein PC hinter den Konsolen steckt, kommt es immer wieder zu Ausfällen. Hitze, Staub und Erschütterungen sorgen dafür, dass alle Komponenten auf die Probe gestellt werden.