US-Truppen wollen mehr Gadgets
Nach der Rückkehr der U.S. First Marine Expeditionary Force aus dem Irak hat diese eine Wunschliste erstellt, um zu ihrem nächsten Einsatz Anfang 2004 mit neuem Equipment zurückzukehren.
Vor allem Aufklärungs- und Intelligence-Gadgets haben es den Truppen angetan. Das Marine Corps Warfighting Laboratory, eine Spezialeinheit mit Spezialisierung auf die Entwicklung neuer Hightech-Produkte, wird derzeit mit Anfragen überhäuft.
Beliebtestes Gadget ist das unbemannte Aufklärungsflugzeug DragonEye. Es wiegt 2,5 Kilogramm, ist batteriebetrieben und klein genug, um in einem Rucksack transportiert zu werden. In 10 Minuten ist es zusammengebaut und startklar.
150 neue unbemannte Flugzeuge
"Die Truppen haben uns klargemacht: 'Bringt uns so viele, wie ihr
produzieren könnt'", erklärt Jim Lasswell vom Warfighting
Laboratory. Ursprünglich wurden 25 Prototypen eingesetzt, 150
weitere sollen jetzt hergestellt werden.
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Darüber hinaus wünschen sich die Soldaten Geräte, die selbstgebastelte Bomben aufspüren, unbrauchbar machen oder zur Explosion bringen.
Die ersten Anfragen häuften sich, als bekannt wurde, dass Saddam-Getreue begannen, Sprengstoff in Spielzeugen, Getränkedosen oder toten Tieren zu verstecken und sie aus der Ferne zu zünden.
Weiters stark nachgefragt sind Technologien, welche die Position von einzelnen Soldaten markieren und verfolgen.
"Vor allem nachdem Soldaten für medizinische Behandlung evakuiert wurden, wusste man nachher nicht mehr, wo sie waren und wie es ihnen ging", so Lasswell.
Anti-Staub-Chemikalien sind ebenfalls beliebt. In Plätzen, wo Sand oder Staub tiefer als 15 Zentimeter ist, können Helikopter nur erschwert landen, darüber hinaus wird die Sicht erschwert.
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Ein weiterer Aspekt ist die Freund/Feind-Kennung. "Es gibt hier noch kein wirklich effizientes System. Wir müssen die Zahl der 'friendly fires' reduzieren".
Derzeit wird das System "Blue Force Tracking" eingesetzt, das sich bis dato noch nicht bewährt hat.
Gefragt sind außerdem vor allem Langstrecken-Kommunikationstechnologien. "Dies und die Freund/Feind-Kennung sind bei unübersichtlicher Lage überlebensnotwendig", schließt Lasswell.
