11.10.2003

PLAN

Flugroboter bewachen die US-Grenze

Die US-Grenze zu Mexiko soll nach Plänen des U.S. Bureau of Customs and Border Protection zukünftig mit Flugrobotern bewacht werden.

Erste Tests mit "Unmanned Aerial Vehicles" [UAV] sollen demnächst in der Wüste von Arizona gestartet werden, nachdem sich eine Reihe von [bewaffneten] Drohnen im militärischen Einsatz in Afghanistan und dem Irak bewährt haben.

Dabei sollen die Drohnen mit umfangreichem Aufklärungs-Equipment ausgestattet werden, um illegale Einwanderer und Schmuggler aufzuspüren.

Bis dato hat vor allem der Sicherheitsaspekt den Einsatz der Drohnen in der zivilen Luftfahrt verhindert. Kritiker befürchten, dass Drohnen ohne weitere Eingreifmöglichkeit über bewohntem Gebieten abstürzen könnten - insofern ist der Einsatz über spärlich besiedeltem Gebiet der nächste logische Schritt für die Etablierung der Flugroboter im zivilen Bereich.

Zivile Fluggenehmigung

Dem "Global Hawk" von Northrop Grumman, der 2001 in einem Aufsehen erregenden Nonstop-Flug von den USA nach Australien geflogen war, wurde erst im August eine offizielle Fluggenehmigung für die USA erteilt.

Die Federal Aviation Administration [FAA] erteilte der US-Luftwaffe ein "nationales Autorisations-Zertifikat" [COA], um den Global Hawk RQ-4 als erstes unbemanntes Flugobjekt fast überall im zivilen Luftraum über den USA einzusetzen.

Darüber hinaus könnte das Fluggerät auch bald im europäischen Luftraum auftauchen.

Das Zertifikat gilt nämlich weiters für den Einsatz unter anderem in Portugal, Spanien, Schottland und Dänemark.

Privates Vorbild

Das U.S. Bureau of Customs and Border Protection folgt mit seinen Drohnen-Plänen einem privaten Vorbild:

Bewaffnete Flugroboter

Die USA haben 2001 in Afghanistan zum ersten Mal ein unbemanntes und zugleich bewaffnetes Flugzeug in den Kampf geschickt.