Flugroboter erobern den Luftraum
Unbemannte militärische Flugkörper, auch bekannt als "Drohnen", dringen nun auch in den zivilen Luftraum vor. Dem "Global Hawk" von Northrop Grumman, der 2001 in einem Aufsehen erregenden Nonstop-Flug von den USA nach Australien geflogen war, wurde am Montag eine offizielle Fluggenehmigung für die USA erteilt.
Die Federal Aviation Administration [FAA] erteilte der US-Luftwaffe ein "nationales Autorisations-Zertifikat" [COA], um den Global Hawk RQ-4 als erstes unbemanntes Flugobjekt fast überall im zivilen Luftraum über den USA einzusetzen. In Zukunft soll der RQ-4 bei Missionen des Ministeriums für Heimatsicherheit [Homeland Security] im nationalen Luftraum dienen.
Darüber hinaus könnte das Fluggerät auch bald im europäischen Luftraum auftauchen.
Und in Europa
Das Zertifikat gilt nämlich weiters für den Einsatz unter anderem
in Portugal, Spanien, Schottland und Dänemark. In mehr als 3.000
Flugstunden seit dem Jungfernflug des ersten Prototyps im Jahr 1998
konnte der Hawk extensiv getestet werden, mehr als die Hälfte dieser
Zeit war er in militärischem Einsatz unterwegs, zuletzt im
Irak-Krieg.
Der Hawk in verschiedenen Ansichten
Roboter-Rekordflug über den PazifikFliegende Feuerleitzentrale
An Bord sind alle Instrumente vollständig redundant ausgelegt, vorprogrammierte Missionen werden ohne weitere Fernsteuerung durch Menschenhand ausgeführt.
Erst in der vergangenen Woche hatte Northrop ein weiteres unbemanntes Fluggerät vorgestellt. Der Fire Scout RQ-8A, ein "unbemanntes, taktisches Vertikal-Start-und-Landungs-Luftvehikel", sieht aus wie ein "blinder" Helikopter - ohne Cockpit, da es keinen Piloten gibt.
Die mit elektro-optischen, Laser- und Infrarotsensoren bestückte fliegende Feuerleitzentrale wurde bei den Tests im Juni und Juli von einer auf einem "Humvee"-Militärfahrzeug montierten Basisstation gesteuert. Getestet wurde, ob sich trotz Vibrationen der Rotorblätter und der eigenen Aufklärungstechnologien ein hochsensibles Radarsystem [synthetic aperture radar/moving target indicator system] zum Einsatz bringen ließe.
Nach positivem Test soll das Gerät, das erst in Form weniger Prototypen existiert, schon bald in Kleinserie gefertigt werden.
Der Helikopter kann bis zu einer Höhe von 7.000 Metern aufsteigen und kontrolliert von dort aus ein Gebiet im Umkreis von etwa 260 Kilometern. Der tatsächliche Einsatz soll schwerpunktmäßig bei der US-Marine sein.
Bewaffnete Kampfdrohnen in Aktion
