T-Systems baut 3.000 Stellen ab

DEUTSCHLAND
12.08.2009

Deutsche Telekom einigt sich mit Betriebsrat

Bei T-Systems, der Großkundensparte der Deutschen Telekom (DT), sollen bis 2010 rund 3.000 Stellen gestrichen werden. Darauf einigten sich Betriebsrat und Arbeitgebervertretung, wie T-Systems am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte. Das solle "so sozialverträglich wie möglich" geschehen.

Den Mitarbeitern solle geholfen werden, im Konzern oder außerhalb des Konzerns einen anderen Arbeitsplatz zu finden. Zudem werde es ein Abfindungsprogramm geben. Für Mitarbeiter, die bis zum Ende des Jahres keine neue Beschäftigung gefunden haben, soll für einen Zeitraum von höchstens 30 Monaten eine Transfergesellschaft eingerichtet werden.

Kündigungsschutz bis 2012

Vor einem Jahr hatte T-Systems angekündigt, einen Teil seiner 46.000 Stellen abbauen zu wollen. Damals hatte das Unternehmen auch Kündigungen nicht ausgeschlossen. "Unser Ziel war es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von T-Systems zu verbessern und damit Arbeitsplätze auch mittelfristig zu erhalten", sagte T-Systems-Personalchef Matthias Schuster am Mittwoch. Zu den Kosten des Abbauprogramms wollte er sich nicht äußern. Es seien aber bereits Rückstellungen gebildet worden.

Gesamtbetriebsratschef Hans-Jürgen Kallmeier erklärte, die Arbeitnehmer hätten sich mit der Forderung nach einem "freiwilligen Abbauprogramm" durchgesetzt. Ziel sei es gewesen, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Nach dem Abschluss des Stellenabbaus soll für die Beschäftigten bei T-Systems bis Mitte 2012 ein Kündigungsschutz gelten.

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(AFP/Reuters)