Deutsche Telekom teilt Firmenkunden auf

strukturen
05.11.2008

T-Systems ist künftig nur noch für rund 400 Großkunden zuständig, T-Home kümmert sich um kleine und mittlere Unternehmen.

Die Geschäftskundensparte T-Systems kümmere sich künftig nur um die rund 400 Großkunden, teilte die Deutsche Telekom am Mittwoch mit.

Die 160.000 mittelständischen Firmenkunden würden künftig von der Festnetzsparte T-Home betreut. 6.300 T-Systems-Mitarbeiter wechseln mit dem vom Deutsche-Telekom-Aufsichtsrat abgesegneten Umbau in den neuen Bereich. Sie würden zu gleichen Konditionen weiterbeschäftigt, sagte ein Sprecher.

T-Systems bedient Geschäftskunden mit Telekommunikation und Informationstechnik. Doch an Komplettangeboten zeigen nur Großkunden Interesse. Die große Mehrheit der Mittelstandskunden bezieht T-Systems-Chef Reinhard Clemens zufolge nur einfache Produkte wie DSL-Anschlüsse.

Die Deutsche Telekom sieht keine negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf das Geschäft des Konzerns.

Vier Mrd. Euro mit KMUs

Die Produkte würden bereits heute zu rund 90 Prozent bei T-Home hergestellt, teilte die Deutsche Telekom mit. Dort musste sie T-Systems bisher zu einem regulierten Preis einkaufen. Damit sei kein Geld zu verdienen, hatte Clemens gesagt.

Künftig werden die Geschäftskunden von T-Home direkt mit Mobil- und Festnetzprodukten versorgt. Mit kleinen und mittleren Geschäftskunden setzte die Deutsche Telekom 2007 etwa vier Milliarden Euro um.

Die Geschäftskundensparte bleibt nicht nur Ansprechpartner für große Industriekunden, sondern auch für Auftraggeber von Bund, Ländern und Kommunen sowie aus dem Gesundheitswesen.

(dpa)