Deutsche Telekom senkt Prognosen
Aktie bricht nach Gewinnwarnung ein
Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal die Konsumentenzurückhaltung auf einigen ausländischen Märkten zu spüren bekommen und ihre Prognose gesenkt. Der Bonner Konzern rechnet nun für 2009 mit einem Rückgang des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von zwei bis vier Prozent oder 400 bis 800 Millionen Euro.
Bisher hatte der Konzern für 2009 einen operativen Gewinn auf Vorjahresniveau anvisiert. Auch die frei verfügbaren Mittel (Free Cashflow) werden mit rund 6,4 Milliarden Euro geringer ausfallen als die 2008 erreichten sieben Milliarden Euro, hieß es. An der Börse sorgte die Gewinnwarnung für einen Kurssturz der T-Aktie von zeitweise fast zehn Prozent auf 8,61 Euro.
"Starke Konjunkturabkühlung"
Der Konzern sprach von einer "starken Konjunkturabkühlung" und einem "verschärften Wettbewerb" insbesondere in den USA - dem Wachstumsmarkt des Konzerns - und Großbritannien. Zudem hätten in Polen und Großbritannien Wechselkursveränderungen Umsatz und operativen Gewinn belastet. Leicht über Erwartung sei hingegen insgesamt das Deutschland-Geschäft gelegen, sowohl im Festnetz- wie auch im Mobilfunkbereich. Die Geschäftskundensparte T-Systems habe ihren Ergebnisbeitrag gesteigert.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2009 sank das EBITDA der Deutschen Telekom ohne den Beitrag der im vergangenen Jahr erworbenen griechischen OTE um fünf Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Der Umsatz lag unverändert bei 15 Milliarden Euro. Die Ergebnisse von OTE eingerechnet, stieg das bereinigte EBITDA um drei Prozent auf 4,8 Milliarden Euro; der Umsatz nahm um rund sechs Prozent auf 15,9 Milliarden Euro zu.
(APA/Reuters)
