Melderegister im Visier der Datenschützer
Der bisher übliche Papierkram beim An- und Abmelden von Wohnsitzen gehört jetzt der Vergangenheit an.
Im Zentralen Melderegister [ZMR] sind ab sofort alle Meldedaten gespeichert und per Knopfdruck abrufbar.
Was kann das ZMR?
Alle Haupt- und Nebenwohnsitze, Abmeldungen sowie
Auskunftssperren werden im neuen Melderegister bundesweit erfasst.
Bei der Eingabe der Daten in das ZMR wird den Gemeldeten eine
zwölfstellige, willkürlich vom System vergebene Zahl zugewiesen.
Damit sollen Verwechslungen ausgeschlossen werden, die sich bei
Namensgleichheit ergeben.
Mehr dazu in ORF.at"Datenschutzrechtlich bedenklich"
Während allerdings das ZMR für die zuständigen Beamten im Innenministerium das "Ende der Zettelwirtschaft" bedeutet, auf das man sich freuen sollte, orten Datenschützer einen "Anschlag auf die Privatsphäre der Österreicher".
Die "effiziente und praktische Lösung" hat Kritikern zufolge vor allem den Haken, dass jeder Zugriff protokolliert wird.
Dadurch weiß das Innenministerium erstmals, wann jemand am Sozialamt war, wer ein Auto angemeldet oder einen Kredit aufgenommen hat.
Streit um den Datenschutz bei Volkszählung - 01.04.01
