24.09.2001

IT IN AT

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Fall und Wiederaufstieg der IT-Branche

YLine ist seit mehreren Tagen in Konkurs, Blue C ist mit einem Kurs weit unter einem Euro bereits ein so genannter Pennystock, CyberTron und Update.com sind auf dem direkten Weg dorthin.

Und von Lion.cc wird wohl nicht mehr als der Name übrig bleiben.

Der Eindruck, dass die gesamte IT-Branche am Boden liegt, ist allerdings völlig falsch.

Erwischt hat es in erster Linie börsennotierte Unternehmen, die ihr explosives Wachstum nicht verkrafteten. Der weitaus überwiegende Großteil der Branche hat die IT-Krise mehr oder weniger unbeschadet überstanden.

YLine, Update, CyberTron

Der renommierte "Platow Börsenbrief" hatte Mitte Juli 2000 sieben Unternehmen, unter anderem Gigabell, als überlebensunfähig erklärt. Der "Prior-Börsenbrief" hatte Werte wie Gigabell, artnet.com, fluxx.com, Netlife und DataDesign auf seine Liste gesetzt. Das Anlegermagazin "Capital" hatte ebenfalls mehrere Dot.coms auf seine "Todesliste" gesetzt - darunter Artnet.com, Cybernet und Edel Music.

In Österreich wurden daraufhin Werte wie YLine, Libro [wegen Lion.cc], Update.com, Webfreetv.com, Betandwin.com und CyberTron kritisch beäugt. Die Kurse dieser Werte waren damals bereits weit unter den Höchstständen.

US-Dot.coms verlieren 88 Prozent

In den USA haben Dot.coms im Vorjahr 88 Prozent ihres Wertes verloren, wie das Marktforschungsunternehmen BizVida berichtet. Der durchschnittliche Aktienkurs von Internet-Firmen betrug zum Jahresende 7,33 USD.

Das waren 51 Prozent des durchschnittlichen Ausgabepreises und 76 Prozent des Wertes, den die Papiere nach Ende des ersten Handelstages erreicht hatten.