Tote Dot.coms sehen dich an
"ghostsites" ist der Friedhof der Dot.com-Leichen. "Tote" oder "bedrohte" Seiten werden alphabetisch katalogisiert und mit einem Screenshot für die Ewigkeit erhalten.
Der Macher der Seite will damit "nicht über die Gefallenen lachen, sondern das letzte Bild konservieren, bevor alle Zeichen ihrer Existenz von der Bildfläche verschwinden."
".. wenigstens haben wir es probiert!"
Über 350 Einträge fasst dieses 1996 gegründete "Museum of
E-Failure". Von animalassist.com bis zoomsandiego.com finden sich
Abschiedsbriefe mit Titeln wie "Das Ende eines Traums - aber
wenigstens haben wir es probiert!" oder kurze Notizen mit einem
Dankeschön an die Leser.
ghostsitesBlutrünstige Wale im elektronischen Ozean
Steve Baldwin, geistiger Vater von "ghostsites", hat das Dot.com Sterben am eigenen Leib erfahren: Er war lange Zeit Mitarbeiter des inzwischen aufgelösten Pathfinder-Network von Time-Warner.
Leicht verbittert sieht er das World Wide Web als "gnadenlosen elektronischen Ozean, der Sites, Karrieren und Kapital wie ein blutrünstiger Killer-Wal verschlingt."
Stilvoller Sterben mit ijustgotfired.com
Wer gefeuert wurde und plötzlich ohne eigene E-Mail-Adresse
dasteht, muss nicht länger weinen. ijustgotfired.com bietet
kostenloses E-Mail-Forwarding an. Das Anmelden bei kostenlosen
Anbietern wie E-Mail-Anbietern wie GMX oder Hotmail bleibt einem
also nicht erspart, macht es aber stilvoller.
ijustgotfired.comfuckedcompany.com
Einen anderen Weg der Fatalismus-Verherrlichung geht fuckedcompany.com. Hier darf nach Herzenslust auf Unternehmen getippt werden, die demnächst das Zeitliche segnen soll.
Je unwahrscheinlicher der Untergang eines Unternehmens, desto höher die Punkte-Belohnung falls dieser nun doch eintritt.
Informationen über Personalkürzungen und persönliche Tragödien wie jene von BlueLight.com, wo Mitarbeiter ihre Büros verriegelt und von Sicherheitspersonal bewacht auffanden, fügen sich ins Szenario der WWW Apokalypse.
fuckedcompany.com
