26.05.2001

RIP IM WWW

Bildquelle: FuZo

Tote Dot.coms sehen dich an

"ghostsites" ist der Friedhof der Dot.com-Leichen. "Tote" oder "bedrohte" Seiten werden alphabetisch katalogisiert und mit einem Screenshot für die Ewigkeit erhalten.

Der Macher der Seite will damit "nicht über die Gefallenen lachen, sondern das letzte Bild konservieren, bevor alle Zeichen ihrer Existenz von der Bildfläche verschwinden."

Blutrünstige Wale im elektronischen Ozean

Steve Baldwin, geistiger Vater von "ghostsites", hat das Dot.com Sterben am eigenen Leib erfahren: Er war lange Zeit Mitarbeiter des inzwischen aufgelösten Pathfinder-Network von Time-Warner.

Leicht verbittert sieht er das World Wide Web als "gnadenlosen elektronischen Ozean, der Sites, Karrieren und Kapital wie ein blutrünstiger Killer-Wal verschlingt."

fuckedcompany.com

Einen anderen Weg der Fatalismus-Verherrlichung geht fuckedcompany.com. Hier darf nach Herzenslust auf Unternehmen getippt werden, die demnächst das Zeitliche segnen soll.

Je unwahrscheinlicher der Untergang eines Unternehmens, desto höher die Punkte-Belohnung falls dieser nun doch eintritt.