So überlebten wir das Dot.com-Sterben
Ziemlich genau vor einem Jahr, am Mittwoch, dem 13. September 2000, überraschten YLine und Beko die Branche ad hoc damit, dass die beiden recht unterschiedlichen Unternehmen fusionieren wollten.
Die Aktie des alteingesessenen EDV-Dienstleisters verzeichntete damals ein Hoch von 27 Euro, während die Anteile des New-Economy-Überfliegers YLine im September 2000 bei 180 Euro notierten.
Heute: YLine 0,9 Euro, BEKO 9,75
Heute, am 10. September 2001, geht YLine mit 0,91 Euro als so
genannter Pennystock in den Handel, während das Beko-Papier bei
Börsenstart 9,75 Euro wert ist. YLine steht knapp vor dem Konkurs,
die Beko schrieb nach schwachen Quartalen mit 31. August 2001
erstmals wieder schwarze Zahlen.
Beko und YLine wollen fusionierenWas dazwischen war
Dazwischen lagen eine relativ früh gescheiterte Fusion und die erste globale Krise der IT-Branche, die sich - wie eine erste Serie von Interviews der FuZo auf Geschäftsführer-Ebene nahe legt - in Österreich durchaus heterogen manifestiert hat.
Bestimmte Bereiche wie Webdesign-Unternehmen und [durchaus nicht alle] Software-Entwickler hat es verhältnismäßig schwer erwischt, während gestandene EDV-Dienstleister oder Firmen aus dem Segment Security nur sehr verhalten klagen.
Wer die IT-Krise wann hier zu Lande erkannt hat, wie darauf reagiert wurde und wer sie wie überlebt hat, darüber wird in dieser FuZo-Serie während der nächsten Wochen berichtet werden.
Wer eine österreichische IT-Firma, egal wie groß,
[mit]leitet, oder gar sein/ihr Eigen nennt, ist hiemit eingeladen,
uns seine/ihre Erfahrungen mitzuteilen. Ziel ist es, ein Mosaik von
Einzelaufnahmen zu einem ungefähren Panoramabild zu vereinen.
Zwölf Monate BEKO als BörsenkursEinschlägige Hinweise sind direkt an tante.jutta@orf.at oder an den Editor dieses Artikels erbeten.
