02.09.2005

IFA 2005

Wirtschaftsmotor Unterhaltungselektronik

Das hohe Wachstum der Unterhaltungselektronik-Branche könne der Ökonomie insgesamt große Impulse geben, so Clement.

Die Branche erwartet, dass auf der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik Aufträge im Wert von über 2,4 Mrd. Euro gezeichnet werden.

Zuletzt wurden hohe Wachstumsraten gemeldet: 2004 wuchs der Umsatz insgesamt um über acht Prozent, für 2005 werden Steigerungsraten von über zehn Prozent erwartet, erstmals soll ein Gesamtumsatz von über 20 Mrd. Euro erzielt werden.

Als Wachstumsmotoren gelten in erster Linie das hochauflösende Fernsehen HDTV und Flachbildschirme. Bis 2008 sollen in Europa bis zu 15 Millionen HD-fähige Fernseher verkauft werden.

Laut einer Studie im Auftrag des "stern" wollen sich sechs Millionen Deutsche in den kommenden zwölf Monaten einen neuen Fernseher kaufen. Rund die Hälfte davon [3,2 Millionen] will sich einen LCD- oder Plasma-Fernseher zulegen.

Kabellos und hochauflösend

Zu den größten Geräten auf der IFA zählt ein Modell von Samsung mit einer Diagonale von zwei Metern. Andere Geräte werden dafür immer kleiner. So gibt es beispielsweise Digitalkameras mit hoher Auflösung in der Größe einer Kaugummipackung.

Intel präsentierte ein komplett digital ausgestattetes Wohnzimmer. Vizepräsident Don MacDonald sagte, die erste Plattform speziell für das digitale Zuhause sei bereits zu Beginn des nächsten Jahres verfügbar.

Mit einer Fernbedienung wird die Schaltzentrale, der Home-Entertainment-PC, gesteuert. Alle Geräte vom Notebook über die Digitalkamera bis zum Fernseher können so bedient werden.

Sony will seine aktuellen Probleme mit einem Fokus auf HD und einer besseren Verzahnung seiner vielen Bereiche lösen. Alle Sparten vom Film- und Musikgeschäft über Spiele bis hin zur schwächelnden Unterhaltungselektronik-Sparte sollen die Anstrengungen vereinen.

Neue Inhalte für neue Geräte

Auf der IFA wurden auch Kooperationen von Computer- und Elektronikkonzernen angekündigt.

So startet Intel mit dem niederländischen Elektronikkonzern Philips eine Marketing-Initiative für die digitale Unterhaltung. Auch mit Inhalte-Anbietern gebe es Gespräche, um den Verbrauchern künftig Inhalte und Service-Angebote zu liefern, meinte MacDonald.

Es solle künftig einfacher sein, Inhalte wie Musik und Filme zu kaufen, als sich Raubkopien zu beschaffen.

Europas größter Computerhersteller Fujitsu Siemens schloss mit dem US-Softwarekonzern Microsoft eine Technologie-Kooperation zur Weiterentwicklung des digitalen Fernsehens.