TV-Flachmänner machen die Röhre platt
Dass Flachbildfernseher in der Gunst der Käufer momentan so weit oben rangieren, dass sie in diesem Jahr erstmals die guten alten Röhrenfernseher im Absatz übertreffen werden, hat sich abgezeichnet. Das Ausmaß übersteigt jedoch selbst die Erwartungen der Hersteller, so der deutsche Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien [Bitkom].
Der Umsatz mit LCD- und Plasma-TVs bzw. Projektoren soll sich 2005 auf 2,5 Milliarden Euro in Deutschland fast verdoppeln. Die herkömmlichen Röhrenkisten befinden sich dagegen in noch schnellerem Sinkflug als bisher angenommen. Der Umsatz fällt voraussichtlich um satte 28 Prozent auf 1,41 Mrd. Euro.
Von der allgemein beklagten Konsumflaute ist damit in diesem Segment ebenso wenig zu spüren, wie die Unterhaltungselektronik dem Abwärtstrend generell zu trotzen scheint. 2005 wird der Umsatz der Branche in Deutschland 11,6 Mrd. Euro erreichen, das entspricht einem Wachstum von fast acht Prozent.
Für 2006, das Jahr der Fußball-WM ín Deutschland, werden mindestens ebenso gute Umsätze erwartet.
Unterhaltungselektronik ist gefragtDie Hierarchie in Österreich
Die Situation in Österreich ist ebenso wie Deutschland, Flachbild-TVs ab 30 Zoll Bildschirm-Diagonale sind neben Digicams und MP3-Playern im Bereich Unterhaltungselektronik der Renner.
Geizhals.at verzeichnet gut 100 verschiedene Geräte in der Kategorie Flachbild-TV.
Die Hierarchie beginnt mit einem 30-Zoll-Gerät des Billiganbieters V7 Videoseven bei 777 Euro. Am oberen Ende, jenseits der 40 Zoll, dominieren Samsund Sharp und High-End-Hersteller Loewe, dessen Spheros R 37 Masterpiece HD/DR+ DVB-S mit 94 cm Diagonale um 8.500 Euro erhältlich ist.
Das gute Stück kommt mit eingebautem Festplattenrekorder 160 GB und einem Zwillingstuner für digitales terrestrisches TV.
Die Flachmann-Liste bei Geizhals.atLCD-Produktion heim nach Japan
In Japan zollen die Großen der Unterhaltungselektronik von Hitachi über Matsushita bis zu Sharp dem Trend Respekt durch strategische Neuausrichtung. Um dem wachsenden Kostendruck und der zunehmenden Konkurrenz aus Taiwan, Südkorea und China Paroli bieten zu können, wird die Produktion der teuren Panels wieder heimgeholt.
Nach Jahren der Auslagerung ist damit wieder eigene Produktion geplant - Sharp investiert beispielsweise mehr als eine Milliarde Euro in ein neues Panel-Werk, während Matsushita eine Dreiviertelmilliarde für ein ebensolches Unterfangen riskiert.
Japan: Kampf um Flachbildfernseher-Markt
