Kampf um Flachbildfernseher-Markt
In Japan tobt ein Kampf um den Markt für Flachbildfernseher.
Zahlreiche große Unternehmen - von Hitachi über Matsushita bis zu Sharp - wollen um jeden Preis in dem jungen Business bestehen. Dazu richten sie sich strategisch neu aus, um dem wachsenden Kostendruck und der zunehmenden Konkurrenz Paroli zu bieten.
Der Preis ist bei großen Flachbilddisplays alles. Bessere Features und innovative Technologie kostet Geld, und nur wenige Kunden sind bereit, dafür zu zahlen.
Milliardeninvestitionen für eigene Werke
Um noch zu vertretbaren Kosten zu produzieren, holen die
Hersteller die Produktion der teuren Panels wieder nach Hause. Nach
Jahren der Auslagerung ist wieder die eigene Produktion geplant -
Sharp investiert beispielsweise mehr als eine Milliarde Euro in ein
neues Panel-Werk, während Matsushita 720 Millionen Euro für ein
eigenes Werk locker macht.
IT-Preiskämpfe fressen Gewinne aufRapider Preisverfall
"Wir haben unsere Panels zuerst extern produzieren lassen und viel Geld dabei verloren. Das Display-Panel macht den Löwenanteil der Kosten eines Flachbildfernsehers aus, und Kosteneinsparungen bei den anderen Komponenten bringen nichts - egal wie sehr wir uns angestrengt haben", klagt ein Ingenieur.
Im Jahr 2010 soll der Preis pro Zoll Bilddiagonale unter 40 Euro fallen. Ein Flachbildfernseher mit 72 Zentimeter Bilddiagonale wird dann nur knapp über 1.000 Euro kosten - eine Horrorvorstellung für die Hersteller. Was Flachbildfernseher in puncto Preisverfall in einem Jahrzehnt durchmachen, dafür hat der herkömmliche Röhrenfernseher 40 Jahre benötigt.
Lehre aus DRAM-Desaster
Den Billigmarkt mit den niedrigen Margen wollen und können die
japanischen Hersteller nicht aufgeben - das haben sie aus dem
Speicherchips-Desaster gelernt. Bei den DRAM-Chips nämlich
überließen japanische Hersteller der Konkurrenz aus Restasien das
Billigfeld - mit desaströsem Ergebnis. Japan ist als
Speicherchip-Herstellerland praktisch aus dem Rennen.
Weiter hohe Nachfrage nach LC-Displays
