Vom Robot-Kicker zum Astronauten
Am Institut für Robotertechnik der Technischen Universität Wien machte man in der Vergangenheit immer wieder mit seinen "Robofußballern" auf sich aufmerksam. Bei der WM im vergangenen Herbst wurden die Blechkicker gleich zwei Mal Vizeweltmeister.
Im Sommer 2005 wird in Japan eine Rakete zur Mission "Robotic Experiment on Japanese Sounding Rocket" starten.
Neben einem Muttersatelliten mit einem Durchmesser von 60 und 70 Zentimeter Höhe werden drei Tochtersatelliten, zwei Roboter und ein Netz ins All geschossen.
Einer dieser Roboter ist vom Typ der 13,55 mal 10,16 Zentimeter großen Beinahe-Würfel, die Ende Jänner mit dem Jungdamen- und Jungherrenkomitee den Ball der Technik in der Wiener Hofburg eröffnet hatten.
Österreichs Robokicker sind VizeweltmeisterRobokicker im All
Der bereits bewährte "Fußballroboter? wird für den Flug ins All zum Astronauten ummodifiziert. Neben dem österreichischen Abgesandten wird auch ein von den JPL der NASA entwickelter Androide mit von der Partie sein.
In der vorgesehenen Umlaufbahn soll ein Netz zwischen den Tochtersatelliten aufgespannt werden.
Die Roboter sollen darauf wie "Spinnen im Netz" herumklettern, sich mit mitgeführten Solarzellen nach der Sonne ausrichten und so für höchstmögliche Energieeffizienz sorgen.
"Die Roboter müssen über die kleinen Knoten des Netzes klettern, dürfen nicht hängen bleiben, aber auch den Kontakt zum Netz nicht verlieren", erklärt Kopacek.
Neu erwachtes Interesse an RaumfahrtRoboter als "Minesweeper"
Unter der Leitung von Peter Kopacek wird am Institut für Handhabungsgeräte und Robotertechnik auch daran gearbeitet, Roboter als Minenräumer einzusetzen.
Dabei kommen pro Entminungsschritt unterschiedliche Roboter in Form von "Roboterschwärmen" zum Einsatz.
Eine mögliche Lösung könnten laut Kopacek zwei mobile Fahrgestelle sein, eines mit Rädern oder Ketten, das zweite mit richtigen Beinen. Je nach Minentyp und Geländebeschaffenheit könnten diese in kürzester Zeit umgerüstet werden. Der Vorgang dauert durchschnittlich 30 Minuten.
Die "Roboterschwärme" sollen ohne menschliche Programmierung auskommen und die Lösung des jeweiligen Problems selbst erarbeiten.
Roboterschwärme gegen Minenfelder
