15.10.2003

PC-ZUKUNFT

2010 überholt China die USA bei PCs

Intel hat im Zusammenhang mit der Bekanntgabe eines weiteren Gewinnsprungs im letzten Quartal auch die Einschätzung getätigt, dass China schon im Jahr 2010 die USA als größter PC-Markt überholen wird.

Für Intel ist China seit letztem Jahr der zweitwichtigste Markt. Schon jetzt setzt der Konzern 42 Prozent seiner Chips in Südostasien ab - wobei Japan noch nicht eingerechnet ist.

Besonders starke Nachfrage nach Intel-Produkten habe es im dritten Quartal vor allem in Schwellenländern wie China, Russland und Indien gegeben, betonte Intel-Finanzchef Andy Bryant. Die Umsätze in den USA seien dagegen geringer gestiegen.

Symbolischer Zufall

Das Zusammenfallen der Intel-Vorhersage mit dem ersten bemannten Raumflug Chinas dürfte zwar ein Zufall sein, allerdings einer mit starker Symbolik:

Das Wettrennen auf dem Weg ins All zwischen den USA und der UdSSR in den sechziger Jahren und die damit einhergehenden Investitionen und Forschungsanstrengungen gelten als die wichtigsten Impulse, die aus Kalifornien die führende High-Tech-Region der Welt gemacht haben.

Investitionen

Intel sieht in China unterdessen nicht nur einen boomenden Absatzmarkt, sondern plant auch umfangreiche Investitionen im Land: Unter anderem sollen 375 Mio. USD [345 Mio. Euro] in den Bau einer Montage- und Testfabrik investiert werden.

Die Fabrik in Chengdu in der Provinz Sichuan soll bis 2005 fertig sein, spätestens 2006 soll sie ihre Arbeit aufnehmen. Laut Intel sollen 675 Leute dort Arbeit finden, die meisten sollen aus der Region kommen.

Der Chiphersteller hat außerdem bereits eine vergleichbare Fabrik in Pudong außerhalb von Schanghai, wo seit der Eröffnung 1999 500 Mio. USD investiert wurden.