Ein Mobilfunknetz für Bagdad
Der amerikanische Telefongigant MCI hat vom US-Verteidigungsministerium den Auftrag erhalten, ein kleines Mobilfunk-Netz in der zerstörten irakischen Hauptstadt Bagdad aufzubauen.
Das Telefonnetz in Bagdad funktioniert momentan nicht, man ist auf sehr teure Satellitenverbindungen wie Thuraya angewiesen..
Nach Angaben der Reconstruction and Humanitarian Assistance gebe es in der Hauptstadt bereits Beschwerden, dass MCI seinem ersten Auftrag nur schleppend nachkomme. Dazu zählt die Installation von 5.000 bis 10.000 Telefonen.
MCI-Sprecherin Natasha Haubold wehrt sich gegen die Vorwürfe der Verzögerungen. "Zuerst mussten wichtige Hilfsgüter in den Irak transportiert werden. MCI wartet nur darauf die notwendigen technischen Maßnahmen zu ergreifen", so die Sprecherin.
Die Hilfsorganisationen, das Militärpersonal und auch Journalisten können derzeit mit ihren Satellitentelefonen nur außerhalb geschlossener Räume eine Telefonverbindung aufbauen, da diese Verbindungen in Gebäuden nicht funktionieren.
Mediales Nachrüsten im IrakFertigstellung im Juni
Das Netz sollte nach Angaben von Haubold im Juni in Betrieb gehen. Über die Höhe der finanziellen Aufwendungen gibt es keine Angaben. Analysten beziffern den Auftragswert mit mindestens 900 Mio. USD.
Laut interner Quellen soll das MCI System auf der GSM-Technologie basieren, dass vor allem auch in den Nachbarländern des Iraks in Verwendung steht.
Noch als der Krieg im Gange war, wurde in den USA bereits über den Aufbau eines Mobiltelefonnetzes diskutiert. Dazu forderte der kalifornische Kongress-Abgeordnete Darell Issa in einem Brief an Verteidigungsminister Donald Rumsfeld die Bevorzugung des amerikanischen Standards CDMA an Stelle des "französischen" GSM.
Ursprünglich hofften Telekommunikations-Konzerne wie Lucent Technologies, Motorola und Qualcomm auf Aufträge seitens der US-Regierung zur Wiederherstellung der Telekommunikationseinrichtungen.
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Die Regierung Bush will aber die Auftragserteilung der neuen
irakischen Regierung überlassen.
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