Stopp für Jet2Web-Breitband-Werbung
Im Streit um eine ADSL-Werbekampagne von Jet2Web Internet hat der Verein für Konsumenteninformation [VKI] am Montag einen Erfolg erzielt.
Mittels Verbandsklage im Auftrag von Konsumentenschutzminister Dieter Böhmdorfer [FPÖ] sei die Werbung durch einen Unterlassungsvergleich am Montag gestoppt worden, hieß es in einer Aussendung des Ministeriums.
Kampagne grundlegend umgestellt
Die Klage war eingebracht worden, weil diese Werbung inhaltlich
in zwei Punkten irreführend war. Nun wird die Kampagne laut Jet2Web
Internet grundlegend umgestellt.
Frontal gegen Jet2Webs ADSL-Werbung"Billigster ADSL-Zugang Österreichs"
Konkret richtete sich die Kritik des VKI gegen die Jet2Web-Internet-Werbeaktion für das Internet-Angebot "aonspeed 30".
Dabei wurde das Produkt als billigster ADSL-Zugang Österreichs beworben, der mit einem unlimitierten Downloadvolumen und im Zuge einer Weihnachtsaktion im ersten Jahr für 199 ATS [14,5 Euro] monatlich zu haben sei.
Tatsächlich seien neben den beworbenen 199 ATS noch 159 ATS für die ADSL-Zugangsleistung zu bezahlen und nochmals 220 ATS für die Telefongrundgebühr.
578 statt 199 ATS
Insgesamt koste das Paket also nicht 199, sondern mindestens 578
ATS, heißt es in der Aussendung. Darüber hinaus entpuppt sich auch
laut Ministerium das unbeschränkte Surfvergnügen ohne
"Downloadlimit" als 30-Stunden-Limitierung, "für jede weitere Minute
muss extra in die Tasche gegriffen werden", so die Aussendung.
Clinch um Breitband-Werbung von Jet2WebInode erreicht einstweilige Verfügung
Auch der alternative Internet-Provider Inode hatte zuvor bereits eine Klage gegen diese Werbung eingebracht und damit bereits Ende November eine einstweilige Verfügung erreicht.
Jet2Web Internet hatte daraufhin bereits seine Linie geändert und wirbt seither nicht mehr mit dem konkreten Weihnachtsangebot, sondern mit dem Spruch: "So günstig, dass wir es gar nicht sagen dürfen".
Ob diese Änderung auch für den Vergleich mit dem VKI genügt, wollte das Ministerium am Montag vorerst nicht kommentieren. "Wir werden die weitere Entwicklung auf jeden Fall genau beobachten", hieß es aus dem Ressort zur APA.
