03.11.2001

NOT ANDROSCH

Bildquelle: FuZo

Zwei Bietergruppen für Telekom Austria

Für den kommenden Übernahmepoker um die Telekom Austria [TA] formieren sich bereits zwei Bietergruppen.

Das Nachrichtenmagazin "Format" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, daß die New Yorker Investmentfirma Kohlberg, Kravis & Roberts [KKR] für die TA anbieten will.

In Kontakt mit Haselsteiner

Für weltweites Aufsehen sorgte 1988 ihre Schlacht um den Food- und Zigarettenkonzern RJR Nabisco.

KKR steht in Kontakt mit dem heimischen Bauindustriellen Hans-Peter Haselsteiner, der bereits verlautbarte, bei der Telekom-Privatisierung mitmischen zu wollen.

Die Aktionäre sind von dessen Bau Holding "die Familien Haselsteiner und Soravia, Raiffeisen und die Uniqa-Versicherung" mit zehn Prozent im KKR-Konsortium dabei.

Gelegenheit Österreich

Noch weiter gediehen sind die Vorbereitungen des britisch-amerikanischen Investmentfonds Providence und der Münchner Beteiligungsfirma Apax.

John C. Hahn, Londoner Manager von Providence, bestätigt: "Wir haben Interesse an der Telekom Austria. Da wir ausschließlich in Communications investieren, ist Österreich für uns eine Gelegenheit, die wir uns ansehen."

Hahn führt schon seit dem Sommer Gespräche mit TA-Haupteigentümer ÖIAG.

Androsch nicht beteiligt

Es laufen auch Verhandlungen mit der Wiener Unternehmensinvest AG, die eine Beteiligung an diesem Konsortium prüft.

Die Zusammenarbeit mit dem Industriellen Hannes Androsch, der bis zur vergangenen Woche als Berater eingeplant war und auch ein paar Anteile erwerben sollte, "wurde vorderhand auf Eis gelegt", räumt Androsch ein.

Unter anderem konnte man sich nicht auf die Gage für den Ex-Finanzminister einigen. Koordiniert werden die Aktivitäten von Providence und Apax hierzulande vom Finanzprofi Thomas Scheiner, der früher bei der Apax im Boot war.