YLine meldet Konkurs an
Das an der europäischen Wachstumsbörse Nasdaq Europe notierte Wiener Softwarehaus YLine wird in den nächsten Tagen Konkurs anmelden.
Wie das Unternehmen mitteilte, sehe man sich nach schweren Zahlungsausfällen gezwungen, beim Handelsgericht Wien fristgerecht einen Konkursantrag einzubringen.
Ein Zwangsausgleich werde angestrebt, hieß es.
Dass heute ein Tag der Entscheidung für YLine würde, hatte sich schon letzte Woche abgezeichnet:
Letzte Frist für YLine endet MontagStumpf: "Keine Überlebenschance"
Die vom Vorstand eingeleitete Prüfung der Restrukturierungschancen der YLine-Gruppe durch die Elias Management GmbH sei zu dem Ergebnis kommen, dass das Unternehmen "keine Überlebenschancen hat", erklärte Elias-Geschäftsführer Anton Stumpf.
Ausgetrocknet
Hauptgrund für das Scheitern von YLine ist nach Angaben des vergangene Woche beigezogenen Sanierers Stumpf der "Totalsausfall der Forderungen" auf Grund einer von IBM geltend gemachte Zessionsvereinbarung.
Demnach hat YLine rückwirkend per 17. Mai 2001 ihre gesamten Forderungen an die IBM Österreich AG abgetreten. YLine schuldet dem Computerhersteller 14 Millionen Euro, die bis spätestens 17. Mai hätten gezahlt werden müssen.
"YLine wird ausgetrocknet"
