14.09.2001

AUSGESETZT

Bildquelle: yline

Letzte Frist für YLine endet Montag

Nach der Nasdaq Europa hat auch die Wiener Börse die Aktie des Wiener Softwarehauses YLine vom Handel ausgesetzt.

Grund für die Handelsaussetzung wurde keiner genannt. In der Regel würden Aktien aber bei Informationsasymmetrie vom Handel ausgesetzt, erklärte die Sprecherin der Wiener Börse am Freitag.

YLine hat für Montag eine Presseinformation über die Zukunft des Unternehmens angekündigt. Auch die Halbjahreszahlen des Unternehmens, die bereits für August erwartet wurden, sollen dabei verkündet werden.

Stumpf saniert oder resigniert

Sanierer Anton Stumpf versuche nun, eine Lösung zu erzielen, bei der IBM auf den Großteil der Forderung verzichtet, heißt es aus dem Unternehmen. Gleichzeitig sollen Forderungen der YLine unter anderem an Michael Lielachers BlueBull, der bei YLine mit 6,3 Mio. Euro in der Kreide steht, eingetrieben werden.

Als Knackpunkt gilt aber vor allem eine geplante Kapitalerhöhung um bis zu 1,8 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro [79,81 Mio. S].

Kolportierte Finanzierer, die Schweizer Finanzgesellschaft A&A Early Bird gemeinsam mit einer Fondstochter der Schweizer Bank Julius Bär und der österreichischen Euro Invest Bank, machen ein eventuelles Engagement bei einer Kapitalerhöhung generell vom Erfolg der Verhandlungen mit IBM abhängig.