Ericsson rutscht weiter ins Minus
Ericsson steckt tief in den roten Zahlen. Wie das Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte, betrug der Verlust vor Steuern und Sonderbelastungen im zweiten Quartal rund 571,5 Millionen Euro.
Im Vorjahreszeitraum hatte das in einer tief greifenden Umstrukturierung steckende Unternehmen noch einen Gewinn in Höhe von 726 Millionen Euro erwirtschaftet.
Einschließlich außergewöhnlicher Belastungen aus dem laufenden Konzernumbau betrug der Vorsteuerverlust 2,1 Milliarden Euro, was den bereits niedrigen Erwartungen der Analysten entsprach. Beim Umsatz verbuchte Ericsson im Zeitraum von April bis Juni einen Rückgang von 3,4 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro.
Gewinnwarnung von EricssonTrübe Aussichten
Ericsson hat zudem seine Prognosen für den weltweiten Handy-Absatz 2001 gesenkt und mit Hinweis auf wachsende Unsicherheiten keine Geschäftsprognosen für den weiteren Jahresverlauf abgeben wollen.
Ericsson erwarte nun nur noch einen Absatz auf dem weltweiten Handy-Markt für alle Hersteller zusammengenommen von 400 bis 440 Millionen Stück, nachdem man bisher von 430 bis 480 Millionen ausgegangen sei, teilte der Konzern mit.
Weiter hieß es, angesichts der steigenden Unsicherheit gebe der Konzern keine Geschäftsprognosen für das dritte Quartal und das Gesamtjahr 2001 ab.
Ericsson hatte Ende April die Streichung von insgesamt 17.000 Stellen angekündigt. Zuvor hatte das Unternehmen bereits die eigentliche Fertigung von Handys an den US-Hersteller Flextronics abgegeben und kümmert sich nun nur noch um Entwicklung und Vertrieb neuer Geräte.
Schwere Krise auf dem Handymarkt
