12.03.2001

SCHWEDEN

Bildquelle: FuZo

Gewinnwarnung von Ericsson

Der schwedische Telefonausrüster Ericsson hat seine Gewinn- und Umsatzprognosen für das laufende Quartal deutlich gesenkt. Statt eines ausgeglichenen Ergebnisses würden für das laufenden Quartal nun bis zu 510 Millionen Dollar Verlust erwartet, teilte das Unternehmen mit.

Der Umsatz werde ebenfalls unter den Erwartungen bleiben und auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums oder sogar leicht darunter liegen, hieß es weiter.

Bisher war Ericsson von einem Umsatzzuwachs von 15 Prozent ausgegangen. Die Ericsson-Aktie, die vor der Mitteilung vom Handel ausgesetzt war, gab bei Wiederaufnahme des Handels spontan um rund 14 Prozent nach.

Ericsson: "Zuverlässige Prognosen werden immer schwieriger"

Die kränkelnde US-Wirtschaft setzt Ericsson nun besonders heftig zu. Vor allem das Geschäft mit Kopfhörersets für Handys erwies sich als Riesenflop. Bereits im letzten Quartal des Jahres 2000 spielte es Verluste von rund einer Milliarde Dollar ein.

Auch die Nokia-Aktie folgte dem Absturz des Ericsson-Papiers und gab ganze sieben Prozent nach.

Ericsson warnt, die gegenwärtige ökonomische Situation sei von zahlreichen Unsicherheiten geprägt, wodurch es immer schwieriger werde, zuverlässige Prognosen zu treffen.