29.05.2001

GELDSUCHE

Bildquelle: FuZo

Keine Libro-Rettung "auf Kosten der Kleinen"

Mit "größter Besorgnis" beobachten der österreichische Bild- und Tonträgerhandel und der Elektrohandel die aktuelle Entwicklung von Libro.

"Innerhalb kürzester Zeit wurde ein Schuldenberg angehäuft, der fast zehn Prozent des Umsatzes unserer Branche in Österreich entspricht. Wir verfolgen mit größter Aufmerksamkeit, welche Schritte zur Schuldentilgung unternommen werden", betonte Wolfgang Krejcik, Vorsteher des Bundesgremiums des Radio- und Elektrohandels in der Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ], am Dienstag.

Warnung vor Folgen für den Handel

Krejcik fordert nun die beteiligten Banken auf, nicht wieder Maßnahmen zu setzen, die dem Handel in Österreich schweren Schaden zufügen und ihn viel Geld kosten könnten.

"Eine Rettung würde damit mittelbar wieder aus Erträgen erfolgen, die die Banken zum großen Teil durch die Tätigkeit der Klein- und Mittelbetriebe erwirtschaften", betont der Vorsteher.

In jedem Fall sei genau zu prüfen, wie viel und welches Geld verwendet wird, um eine "offensichtlich durch schwere Managementfehler in den Abgrund geführte Handelskette" zu retten, so Krejcik.