Telekom droht Klägerin mit Kündigung
Der Streit zwischen der Telekom Austria [TA], die bis 2005 rund 5.000 ihrer 15.000 Mitarbeiter abbauen will, und einer 51-jährigen Tiroler TA-Mitarbeiterin geht in die nächste Runde.
Elfriede M. hat im April beim Innsbrucker Landesgericht eine Klage gegen die TA wegen der umstrittenen Personalpolitik eingebracht, nun droht die TA mit Kündigung.
Unterstützung durch AK Tirol
M. führt mit Unterstützung der AK Tirol gegen ihren Arbeitgeber eine Musterklage zur "Feststellung des Bestehens bzw. Nichtbestehens eines Arbeitsverhältnisses". Die Klägerin war - zusammen mit den 15.000 Mitarbeitern der TA - in die TAP [Telekom Austria
Schlechte Aussichten auf Neuanstellung
Die Personal-Tochter der TA, die Telekom Austria Personalmanagement [TAP], habe erklärt, dass sie "entsprechend dem Personalvertretungsrecht dem Personalausschuss für Tirol und Vorarlberg mitgeteilt hat, dass sie Elfriede M. kündigen will".
Für die AK Tirol liegt es "klar auf der Hand", dass die Musterklage das Motiv für eine Kündigung ist. Die Aussichten, wieder angestellt zu werden, stehen nach Angaben der Klägerin schlecht.
Andererseits ist es der Klägerin eigenen Angaben zufolge nicht möglich, eine andere Arbeit zu suchen, da sie "offenbar immer noch angestellt" sei.
10.000 reintegrieren, 5.000 abbauen
Über die Mitarbeiter-Ausgliederung will die TA den geplanten
Personalabbau leichter bewerkstelligen, 10.000 Mitarbeiter sollen
laufend wieder in das Unternehmen rückgeführt, die restlichen 5.000
mit Hilfe eines Sozialplans abgebaut werden.
Sundt: Personalabbau ist unverzichtbar
