20.03.2001

TA-PROTESTE

Bildquelle: FuZo/Telekom

Sundt: Personalabbau ist unverzichtbar

Aus Sicht von Telekom-Austria-Generaldirektor Heinz Sundt treffen die heute von der Gewerkschaft erhobenen Vorwürfe "in keinster Weise" zu.

"Es wimmelt von falschen Behauptungen", meinte Sundt gegenüber der APA. Die Telekom Austria nehme heuer Milliardenbeträge in die Hand, um bei der Restrukturierung sozial ausgewogen zu agieren.

Die Erreichung des Ziels, in den kommenden vier Jahren 5.000 Mitarbeiter abzubauen, sei aber "zwingend erforderlich".

"Die Restrukturierung ist notwendig, um das Unternehmen in seinem Bestehen zu sichern", meint der Generaldirektor.

Sundt: Mobbing-Vorwürfe nicht nachvollziehbar

Auch die Vorwürfe des Mobbings seien für ihn nicht nachvollziehbar. Wenn es tatsächlich solche Praktiken gegeben habe, solle man ihm darlegen, wo sie vorgekommen seien und wer betroffen sei, und es werde dagegen vorgegangen werde.

Unrichtig sei außerdem auch die Behauptung, die TA habe keine neuen Geschäftsfelder erschlossen. So habe man bereits im November die jet2web-Networks gegründet und damit 80 Mitarbeitern einen neuen Arbeitsplatz verschafft. Und mit jet2web-Internet sei auch das Internet-Geschäft neu geordnet worden.

Opposition unterstützt Protestkundgebung

Der Chef der SPÖ Niederösterreich, Karl Schlögl, sagte, die heutige Menschenkette sei "ein Aufschrei gegen den verachtenden Umgang des Managements mit seinen Mitarbeitern. Wo für andere nur der Markt und hohe Dividenden zählen, da hat die Menschlichkeit und die soziale Verantwortung offenbar keinen Platz mehr".

Auch die Wiener Grünen versprechen der TA-Belegschaft ihre "volle Solidarität". Der Vorstand der Telekom Austria wolle offensichtlich Tausende Mitarbeiter so billig wie möglich loswerden, noch bevor die vorgesehene Arbeitsstiftung ihre Arbeit überhaupt aufgenommen habe, meinte die grüne Landessprecherin Monika Vana.