02.12.2000

WOCHE 48

Bildquelle: FuZo

Die FutureZone-Wochenschau

Montag

Die weltweit einmalige Situation, dass auf Festplatten Gebühren zum Urheberrechtsschutz aufgeschlagen werden, könnte in Österreich bald eintreten. Die Austro Mechana [AM] will nämlich im Alleingang - die FutureZone berichtete - eine derartige Regelung durchziehen. Die Computerindustrie hat gemeinsam mit der Wirtschaftskammer eine entsprechende Arbeitsgruppe gebildet, demnächst steht ein weiteres Treffen mit der Austro Mechana an.

Dienstag

Der im Zusammenhang mit den Sicherheitslöchern beim Mobilfunkbetreiber One erstmals einem breiteren Publikum in Österreich bekannt gewordene Telekom-Ausrüster Comverse bezeichnet sich selbst als Weltmarktführer im Bereich Überwachungsanlagen ["world leader in legal interception solutions"] für zivile Netzwerke.

Mittwoch

Dass die im IT-Jargon zu "Trojanern" verkürzten Virenscripts auch heuer wieder das Fest der Liebe für einen guten Teil der User in eines der Gemeinheit verwandeln werden, darüber sind sich auch andere einig, die maßgebliche Netzwerke des Landes betreuen. Mit dem zum Fest hin sprunghaft steigenden Aufkommen von Mailattachments mit Weihnachtsmännern, blinkenden Girlanden und anderem Tand werden auch vermehrt Trojanische Pferde verschickt.

Donnerstag

Was die UMTS-Propagandisten in Europa groß versprechen, macht der Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo in Japan zur Realität: Als weltweit erstes Telekommunikationsunternehmen bietet der Konzern einen Videodienst für Mobiltelefone an.

Freitag

Nach "Navidad" ist ein weiteres recht raffiniert gebautes Stück Virus-Script aus Südwesteuropa oder Lateinamerika aufgetaucht. Neu an "Afeto" ist die Kombination aus Makrovirus und Wurm, die nicht nur eine ganze Reihe von Befehlen ausführt, sondern sich nachgerade hinterfotzig tarnt.