Yahoo: Unterstützung für Icahn ungewiss
Großaktionäre wollen Plan B
Der Plan von Yahoo-Großinvestor Carl Icahn, die Yahoo-Spitze samt Chef und Mitbegründer Jerry Yang bei der Hauptversammlung am 1. August durch eigene Leute zu ersetzen, hat bisher offenbar nicht die geschlossene Rückendeckung anderer Großinvestoren erhalten.
Robert Hagstrom vom drittgrößten institutionellen Yahoo-Investor Legg Mason Capital Management, der knapp über fünf Prozent an Yahoo hält, beschrieb die Lage als Wahl "zwischen einem Teufel, den du kennst, und einem, den du nicht kennst".
Wenn Icahn es nicht schaffe, den Deal mit Microsoft durchzuziehen, was sei dann sein Plan B, fragte Hagstrom. "Ich brauche einen Plan B. Und wer soll Yang nachfolgen, wenn er gefeuert wird?"
Für Hagstrom ergibt die Kooperation zwischen Yahoo und Google Sinn, er macht zudem für die gescheiterten Gespräche zwischen Microsoft und Yahoo vor allem persönliche Differenzen verantwortlich.
Hagstrom ist sich zudem sicher, dass Yahoo deutlich mehr wert ist, als es der Aktienkurs derzeit vermuten lässt.
(Reuters)
