Die chronisch logische Wochenschau
Jeglicher Protest von Seiten der Wirtschaft und der Datenschützer hat nichts gefruchtet:
Das EU-Parlament hat am Mittwoch mit einer Mehrheit von 378 zu 197 Stimmen für die verpflichtende Speicherung von Internet- und Telefondaten gestimmt. Die Verbindungsdaten müssen europaweit künftig sechs bis 24 Monate lang gespeichert werden.
Auf die Telekoms kommen nun erhöhte Kosten für die Umsetzung zu, die wiederum auf die Kunden umgewälzt werden könnten. Die genaue Umsetzung der Richtlinie obliegt allerdings den Mitgliedsstaaten.
Bei welchen Straftaten Ermittler auf die Datenbanken der Telekom-Unternehmen zugreifen dürfen, sollen die EU-Staaten etwa selbst entscheiden.
EU-weite Datenspeicherpflicht ist fixKeine Ablöse von TA-Chef Sundt
Die frühzeitige Ablöse des Chefs der Telekom Austria, Heinz Sundt, ist dafür vorerst abgeblasen.
Der Aufsichtsrat der Telekom Austria [TA] hat in seiner ordentlichen Sitzung am Dienstag die vom Vorstand vorgelegte neue Unternehmensstruktur "mit der Auflage bestätigt, dass unter dem Dach einer schlanken Management-Holding zwei starke operative Einheiten zu entwickeln sind".
Weder eine kolportierte frühzeitige Ablöse Sundts, dessen Vertrag noch bis April 2007 läuft, noch eine Verkleinerung des Vorstands von vier auf drei Mitglieder wurde hingegen beschlossen.
Neu ist allerdings, dass TA-Festnetzvorstand Rudolf Fischer künftig - in Analogie zum Mobilfunkvorstand Boris Nemsic - die Kompetenz über Personalfragen und interne Services wie Immobilien- und Fuhrparkmanagement erhält, die bisher bei Sundt lag.
Vorerst kein Wechsel in der TA-Führung
