NTP macht Microsoft Patente streitig
Visto Corp, ein US-Startup für mobile E-Mail-Anwendungen, hat am Mittwoch eine Patentklage gegen Microsoft eingereicht. Demnach verstoße der Softwarehersteller gegen drei Patente, die den Informationsaustausch zwischen Servern und mobilen Geräten betreffen.
Interessanterweise hat Visto am selben Tag bekannt gegeben, dass die US-Firma NTP ein Aktienpaket an dem Unternehmen erworben und einen Patente-Lizenzierungs-Deal abgeschlossen hat.
NTP ist vor allem aus dem Patent-Streit mit dem BlackBerry-Hersteller Research in Motion [RIM] bekannt, der im schlimmsten Fall in einem Verkaufsverbot für RIM enden könnte.
Nachdem NTP heuer bereits eine Vereinbarung zur Zahlung von 450 Millionen Dollar durch RIM platzen ließ, ist nun eine außergerichtliche Einigung im Gespräch, bei der NTP künftig 5,7 Prozent der RIM-Einnahmen in den USA einstreifen würde.
NTP will an BlackBerry-Umsätzen mitschneidenStärkung für NTP
Laut Visto sei die Sachlage bei Microsoft allerdings noch schlimmer als bei RIM, weil das Betriebssystem Windows Mobile mit dem marktbeherrschenden Exchange E-Mail-Server verknüpft sei.
NTP könnte der Einstieg bei Visto sogar im Fall BlackBerry helfen, weil das Unternehmen jetzt nicht mehr nur als reiner Patente-Händler da steht.
Zu den Kunden von Visto zählen unter anderem Cingular, Sprint-Nextel und Vodafone. Microsoft muss sich nach jüngsten Angaben derzeit in 35 Patent-Streitigkeiten verteidigen.
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