AMDs Opteron-Attacke traf Intel-Bilanz
Die Intel Corporation erwartet für das Schlussquartal einen Umsatz von 10,4 bis 10,6 Milliarden Dollar [neun Mrd. Euro], wie am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt gegeben wurde. Intel hatte zuvor einen breiteren Umsatzrahmen von 10,2 bis 10,8 Milliarden Dollar für den Oktober-Dezember-Abschnitt einkalkuliert.
Die Anleger hatten nach einem positiven Ausblick des weltgrößten Handychip-Anbieters Texas Instruments mit einer höheren Intel-Umsatzprognose gerechnet.
Die Doppelkern-Opterons
Der einzige echte Rivale von Intel und Nummer zwei auf dem Markt, Advanced Micro Devices [AMD], verzeichnet geradezu explosive Zuwachsraten im Geschäft mit seinen Dual-Core-Chips im Serverbereich.
Als Mitte April 2005 bereits die ersten Server mit AMDs Doppel-Opterons ausgeliefert wurden, war Intels Konkurrenzprodukt Xeon 64 Bit noch in der Entwicklungsphase.
Der 64-Bit-Opteron werde dem Unternehmen auch 2006 eine deutliche Umsatzsteigerung bescheren, damit rechnet AMD-Unternehmenschef Hector Ruiz. Für das in Kürze endende Jahr erwartet er ein Umsatzwachstum von mehr als 35 Prozent.
AMDs Opteron fährt Konkurrenz davonNun soll Apple helfen
Die Intel-Aktien fielen nachbörslich um 3,11 Prozent auf 24,90 Dollar. Das Unternehmen mit Sitz in Santa Clara erwartet für das vierte Quartal eine Bruttogewinnmarge von 63 Prozent plus oder minus einen Prozentpunkt.
Intel will Investitionen vornehmen, die unterhalb des Mittels der vorherigen Prognose von 5,9 Milliarden Dollar plus oder minus 200 Millionen Dollar liegen werden. Intel macht keine Gewinnprognosen.
Finanzchef Andy D. Bryant erwartet nach einem Bericht in der "New York Times" vom Freitag einen Jahresumsatz von 39 Milliarden Dollar, was eine Steigerung von 14 bis 15 Prozent gegenüber 2004 bedeute. Der Umsatz werde im kommenden Jahr von dem Geschäft mit Apple Computer profitieren.
Apple hatte angekündigt, dass der PC-Hersteller seine Rechner mit Intel-Chips ausrüsten wolle statt mit Motorola-Chips. Apple werde Intel helfen, die Marktanteilsziele zu erreichen, erklärte Bryant.
Intel baut seine Kapazitäten weiter aus. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche den Bau einer Chip-Fabrik für 3,5 Milliarden Dollar in Israel angekündigt.
Intels verhaltener Ausblick
