AMDs Opteron fährt Konkurrenz davon
Die pessimistischen Prognosen für den Chip-Markt 2005 und 2006 haben nicht gehalten, mittlerweile werden wieder satte Wachstumsraten vorausgesagt.
Die Marktforscher von IDC etwa erwarten, dass die Chipumsätze 2006 auf mehr als 240 Milliarden Dollar klettern - was einem Wachstum von acht Prozent entspräche. Im laufenden Jahr werden rund fünf Prozent mehr Umsatz - das sind 224 Mrd. Dollar - erwartet.
Zu Jahresanfang hatten die Marktforscher noch mit einem Umsatzrückgang von 2,5 Prozent gerechnet.
Erste Server mit AMDs Doppel-OpteronsServer-Markt ist schuld
Der Hauptgrund dafür ist weniger am PC-Markt, als vielmehr auf jenem für Server zu suchen. Der zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren, Advanced Micro Devices [AMD], verzeichnet geradezu explosive Zuwachsraten im Geschäft mit seinen Dual-Core-Chips im Serverbereich.
Der 64-Bit Opteron von AMD wird dem Unternehmen auch 2006 eine deutliche Umsatzsteigerung bescheren, damit rechnet Unternehmenschef Hector Ruiz. Für das in Kürze endende Jahr erwartet er ein Umsatzwachstum von mehr als 35 Prozent.
Als Mitte April 2005 bereits die ersten Server mit AMDs Doppel-Opterons ausgeliefert wurden, war Intels Konkurrenzprodukt Xeon 64-Bit noch in der Entwicklungsphase.
64 Bit und Doppelkern
Der haushohe Marktführer Intel, der 2005 bei seinen neuen
Produktlinien überraschend oft ins Hintertreffen geraten ist,
kontert mit einer neuen Generation von Stromsparchips. Etwas spät
allerdings - erst in der zweiten Jahreshälfte 2006 werden dann unter
den Codenamen Woodcrest, Conroe und Merom für Server, Notebooks und
Desktop-PCs Energiespar-Chips mit Doppelkern auf Basis der
64-Bit-Technologie ausgeliefert.
Stromspar-Chips von IntelAMD erwartet hohes Umsatzwachstum
Für das in Kürze endende Jahr erwartet er ein Umsatzwachstum von mehr als 35 Prozent.
Die doch etwas veränderte Situation auf dem Markt für Serverchips spiegelt sich in den Börsenkursen der beiden Firmen deutlich wieder. Im September zu Ende gegangenen Quartal hatte AMD mit 76 Mio. Dollar einen um 73 Prozent gestiegenen Nettogewinn ausgewiesen. Die Umsätze kletterten in dem Zeitraum um 23 Prozent auf 1,52 Mrd. Dollar. Intel hingegen enttäuschte die Börsianer in den letzten Monaten, was sich in den Börsenkursen widerspiegelt.
Die letzten sechs Monate der beiden Chipbäcker im VergleichNeues AMD-Werk wird gebaut
2006 wird ein neues AMD-Werk errichtet, laut Ruiz sind etwa ein halbes Dutzend Standorte dafür im Gespräch.
Diese Story wurde zusammen mit den Studenten des Studiengangs Journalismus und Kommunikation Jahrgang 03 an der FH Joanneum erstellt.
