One hat keine Angst vor den "Großen"
Der drittgrößte österreichische Mobilfunkbetreiber One hat keine Angst, künftig durch die beiden "Großen" mobilkom und T-Mobile Austria an die Wand gedrängt zu werden. "Wir sind noch immer der Angreifer am Markt", so One-Chef Jorgen Bang-Jensen in einem Pressegespräch.
In letzter Zeit gewinne One monatlich 10.000 neue Kunden, bis Ende 2007 will man insgesamt zwei Millionen zählen. Mitte des heurigen Jahres hatte One - inklusive der Diskont-Tochter Yesss! - 1,7 Mio. Kunden.
2005 sei das Jahr der Marktkonsolidierung, wobei Bang-Jensen hofft, dass "irgendwann die reine Preisschlacht vorüber ist".
Die Reduktion auf vier Netzbetreiber durch den - noch nicht genehmigten - Kauf von tele.ring durch T-Mobile sieht der One-Boss positiv.
Auflagen erhofft
Er hofft aber auf weitere Auflagen für T-Mobile im Zuge des
vertieften EU-Wettbewerbsverfahrens. "Wir werden noch einmal nach
Brüssel fliegen", kündigte er an.
EU findet tele.ring-Übernahme bedenklichUMTS-Geschäft lässt auf sich warten
Noch immer nicht voll durchgestartet sei das UMTS-Geschäft in Österreich. "Es fehlt ein 200-Euro-Handy", so Bang-Jensen. Dieses könnte dann für Vertragskunden gestützt um 49 Euro verkauft werden. Derzeit hat One nach Eigenangaben 30.000 bis 35.000 Kunden, die die dritte Mobilfunkgeneration nutzen.
In den vergangenen sechs Monaten habe sich der Datentransfer versiebenfacht, das soll durch neue, transparentere Tarife noch gesteigert werden. Derzeit hat One eine UMTS-Bevölkerungsabdeckung von 58 Prozent.
Wenig Freude hat Bang-Jensen mit der Politik. Er begrüßt zwar ausdrücklich den Informations- und Telekommunikations-Masterplan der Regierung, fürchtet aber angesichts der EU-Präsidentschaft und der Nationalratswahl im kommenden Jahr um dessen Umsetzung.
Politik hat kein Verständnis
"In der Politik herrscht zu wenig Verständnis für die Branche.
Der Masterplan muss auf die Tagesordnung", so der One-Chef.
Ein Masterplan für die IKT-Branche
