10.11.2005

ÖSTERREICH

Ein Masterplan für die IKT-Branche

Die österreichische Informations- und Kommunikationstechnologiebranche [IKT] hat einen Masterplan. Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach [BZÖ] hatte im Juni die RTR mit der Erstellung eines solchen beauftragt, der eine Ist-Erhebung sowie eine Analyse der Stärken und Schwächen umfassen sollte.

Gesagt, getan: Nun liegt der IKT-Masterplan vor, der ein Paket von 44 Maßnahmen zur Verbesserung des IKT-Standortes Österreich aufzeigt, darunter der Ausbau der Infrastruktur, die Breitbandförderung, die Erleichterung von Unternehmensgründungen oder Förderung von Forschung und Entwicklung.

Ziel sei es, Österreich einen Spitzenplatz in der Informationsgesellschaft nachhaltig zu sichern und als attraktiven Wirtschaftsstandort in einem harten Konkurrenzumfeld nachhaltig zu positionieren.

Bewusstsein stärken

Das Spektrum der Maßnahmen reicht dabei von einer umfassenden IKT-Informationspolitik, über die Stärkung des nationalen Bewusstseins bis hin zu einer Verbesserung der internationalen Wahrnehmung.

Wesentlich für den Ausbau von IKT und der damit verbundenen Standortattraktivierung werde mehr denn je die Förderung von Forschung und Entwicklung sowie die Aus- und Weiterbildung im IKT-Bereich sein, betonte RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy. Ein weiterer Erfolgsfaktor für die Umsetzung des IKT-Masterplans sei die Erleichterung von Unternehmensgründungen.

Breitband-Förderung

Immer wichtiger werde, die Entwicklung flächendeckender Infrastruktur zu fördern und die nachhaltige Versorgung aller mit breitbandigen Diensten sicherzustellen.

Für eine entsprechende Realisierung sei eine angebotsseitige Breitbandförderung erforderlich. Dann solle die nationale Förderstrategie mit lokalen Initiativen kombiniert werden, um möglichst effektiv die "weißen" Flecken auf der Landkarte zu beseitigen.

Forciert werden soll auch die IKT-Nutzung wie etwa die nachfrageseitige Breitbandförderung oder die Förderung von österreichischem Content.