Microsoft startet mit Buch-Digitalisierung
Wie Microsoft am Freitag bekannt gab, wird der Softwarehersteller 100.000 Bücher der British Library einscannen und online zur Verfügung stellen.
Interessierte sollen ab nächstem Jahr die rund 25 Millionen Seiten jener Bücher, die keinem Copyright mehr unterliegen, online durchsuchen können, ohne dafür extra nach London fahren zu müssen oder Eintritt zu bezahlen.
Angesichts der Beschwerden von Seiten der Rechte-Inhaber gegen Googles Buchdigitalisierungsplan betonten sowohl die British Library als auch Microsoft, dass man nur Bücher digitalisieren werde, die bereits seit längerem nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen - also die älteren Bücher der insgesamt 13 Millionen Titel.
Allen Streitigkeiten zum Trotz eröffnete der US-Suchmaschinenbetreiber Google vor kurzem seine Online-Bibliothek.
Startschuss für Googles Online-BibliothekVertrag ist nicht exklusiv
2,5 Millionen Dollar [2,1 Mio. Euro] will Microsoft dazu investieren. Beide Seiten betonen, dass das nicht das einzige gemeinsame Projekt bleiben soll, in Zukunft sollen noch mehr Bücher digitalisiert werden.
Der Vertrag mit Microsoft sei jedoch nicht exklusiv, so die British Library, die eingescannten Bücher sollen auch auf der Website der British Library zur Verfügung stehen, die derzeit mit Google frei durchsuchbar ist.
Microsoft ist seinerseits auch Mitglied der Open Content Alliance rund um Adobe Systems, Yahoo und Hewlett-Packard, das Internet Archive, O'Reilly Media sowie den Universitäten von Kalifornien und Toronto.
Microsoft will in dem Projekt die Finanzierung zur Digitalisierung von 150.000 Büchern bereit stellen. Bereits ab 2006 will der Softwarehersteller die Volltextsuche in den Werken ermöglichen.
Microsoft tritt digitaler Bücherallianz bei
