08.09.2005

ÖSTERREICH

Sat-Navigation und MP3-Player boomen

Damit würde der Absatz auf 750 bis 800 Mio. Euro wachsen. Der Markt für Elektrokleingeräte wird 2005 nur um zwei Prozent auf 265 Mio. Euro zulegen, während der Absatz bei Elektrogroßgeräten stagniert.

Insgesamt ist der österreichische Elektro- und Elektronikmarkt [ohne Handys] 1,7 bis 1,8 Mrd. Euro schwer, hieß es am Donnerstag.

Der durch "No name"-Firmen aus Fernost angetriebene Preisverfall, die Kostensteigerungen durch die Elektroaltgeräte-Verordnung und die zurückhaltende Konsumneigung belasten die österreichische Elektro- und Elektronikbranche schwer, berichtete der stellvertretende Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie [FEEI], Manfred Müller. Die Nachfrage nach innovativen Hightech-Produkten kompensiere diese Umsatzeinbußen allerdings, so dass der Markt dennoch wachse.

Was gefragt ist

Im ersten Halbjahr 2005 legte der Markt für "consumer electronics" um sieben Prozent auf 298 Mio. Euro zu. Wachstumstreiber waren vor allem Flat-TV [plus 75 Prozent], DVD-Recorder [plus 43 Prozent], MP3-Player [plus 400 Prozent] und Navigationssysteme [plus 450 Prozent], während der Absatz von Bildröhren-Fernsehern, Videorecordern und klassischen Audioanlagen im zweistelligen Bereich rückläufig war, so Branchensprecher Wolfgang Palfy von Philips. Heuer würden in Österreich insgesamt mindestens 150.000 Flat-TVs und 400.000 MP3-Player abgesetzt.

Im Fernsehbereich steigt die Nachfrage nach digitalen Satelliten-Anlagen. 16 Prozent der 3,2 Mio. österreichischen Fernsehhaushalte nützten bereits digitales TV, bis Jahresende werde der Anteil auf 18 Prozent bzw. 700.000 Haushalte ansteigen, schätzt so der Geschäftsführer der Hirschmann Austria Empfangstechnik, Walter Diengsleder.