Napster-Kunden kehren CD den Rücken
Rund 150.000 der 750.000 Kunden des britischen Ablegers des Online-Musikanbieters Napster gaben an, dass sie keine physischen CDs mehr kaufen wollen, berichtet die BBC.
Für Großbritannien-Chefin Leanne Sharman ist es demnach nur noch eine Frage der Zeit, bevor Musik-Downloads die CD-Verkäufe überholen. Rund 55 Millionen Songs wurden bei Napster Großbritannien seit seinem Start im Mai 2004 gekauft oder gestreamt.
Die Musikindustrie muss sich laut Sharman aber nicht um ihre Umsätze sorgen, die Gesamtnachfrage nach Musik würde steigen, nur eben auf anderen Kanälen. Die Käufer würden ihre Musik eben sofort und nur einen Klick entfernt wollen, so Sharman.
Der Absatz von CDs ist in Großbritannien 2005 im Vergleich zum Vorjahr im Sinken begriffen, allerdings war 2004 mit 163,4 Millionen Alben ein gutes Jahr mit 2,3 Prozent Absatzsteigerung.
Musikindustrie kann wieder zulegenÖsterreicher vor einem Jahr noch treu
Laut einer Studie vom Oktober 2004 wollen nur wenige Österreicher zu Gunsten bezahlter Downloads auf den Kauf von Musik-CDs verzichten.
Nur sieben Prozent der Befragten gaben in einer vom Marktforschungsinstitut Karmasin durchgeführten Studie an, bei dementsprechenden legalen Angebot in Zukunft Musik ausschließlich aus dem Internet herunterladen zu wollen und keine CDs mehr zu kaufen.
Dagegen wollten 30 Prozent auch weiterhin ausschließlich CDs kaufen und gar nicht bezahlt downloaden, 24 Prozent wollten zum Großteil CDs kaufen und nur zu einem geringen Teil Musik über Downloads erwerben.
Allerdings waren im Oktober letzten Jahres auch nicht allzu viele Angebote auf dem Markt.
Web schadet Plattenindustrie nicht
