Musikindustrie kann wieder zulegen
Im letzten Jahr hat die Musikindustrie dies- und jenseits des Atlantiks wieder einen Aufschwung verzeichnen können.
In Großbritannien legten die Musikalben-Verkäufe um 2,3 Prozent zu, insgesamt wurden 2003 163,4 Millionen Alben verkauft, gab der britische Phonoverband BPI bekannt. Allerdings war 2003 mit 159,3 Millionen verkauften Alben bereits ein Rekordjahr auf der Insel.
Auch in den USA wurde wieder mehr Musik gekauft. Laut Nielsen SoundScan legten die Alben-Verkäufe in den USA 2004 um rund zwei Prozent zu und zeigten damit das erste Mal in vier Jahren wieder einen Aufwärtstrend.
In der letzten Woche des Jahres überholten in Großbritannien die Online-Verkäufe der Singles zudem erstmals den Verkauf über den Ladentisch, so BPI.
Demnach wurden in der Woche bis zum 31. Dezember 312.000 im Netz gekauft, während im Geschäft nur 282.000 Platten oder CDs gekauft wurde.
Unter den weltweiten Major Labeln bleibt Universal Music mit knapp 30 Prozent der weltweiten Verkäufe Marktführer, Warner und EMI Music erreichten jeweils 14,7 Prozent bzw. 9,9 Prozent Marktanteil.
Musikindustrie mit besseren ZahlenMehr Absatz in den USA
Singles wurden 2003 in Großbritannien physisch jedoch um 14 Prozent weniger gekauft als im Jahr zuvor, dafür wurden 5,7 Millionen einzelne Songs gegen Bezahlung herunter geladen. In Summe wäre der Single-Markt daher um vier Prozent gestiegen.
In den USA wurden 667 Millionen Alben verkauft, 2003 waren es noch 656,2 Millionen. Auch der Verkauf von CDs, die laut Nielsen immer noch einen Anteil von 98 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent.
Doch auch die digitalen Downloads legten erwartungsgemäß zu, laut Nielsen wurden 2004 140 Millionen digitale Tracks verkauft, was rund 14 Millionen Alben entspricht. Ganze Alben wurden 5,5 Millionen Mal herunter geladen.
Insgesamt wurden 817 Million Einheiten in den Bereichen Alben, Singles und digitale Musik verkauft, das entspricht einer Steigerung um fast 20 Prozent.
Alleine im zweiten Halbjahr wurden über 90 Millionen Singles online gekauft, im Vergleichszeitraum des Jahres 2003 waren es noch knapp 20 Millionen. In der letzten Woche des Jahres 2004 wurde in den USA die Rekordmarke von 6,7 kostenpflichtigen Musik-Downloads gezählt.
CD hält Dominanz auf dem Musikmarkt
