Musikindustrie mit besseren Zahlen
Die Musikindustrie ist aus dem ersten Halbjahr 2004 mit besseren Zahlen als erwartet ausgestiegen.
Weltweit sanken die Umsätze nur um 1,3 Prozent auf 13,9 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der verkauften Tonträger ist sogar leicht gestiegen - um 1,7 Prozent auf 1,22 Milliarden Stück.
Diese Zahlen gab die IFPI [International Federation of the Phonographic Industry] bekannt.
Besserung zum Vorjahr
Im 1. Halbjahr 2003 wurde noch ein Rückgang von 10,7 Prozent
verzeichnet; insgesamt ist der Rückgang 2004 der schwächste seit
vier Jahren. Musikvideos, Audio-DVDs und legale Online-Musik haben
der Industrie geholfen, den Abwärtstrend abzufangen.
CD hält Dominanz auf dem MusikmarktEinbußen durch Piraterie
"Es gibt Anzeichen, dass sich die Weltmärkte wieder erholen", so IFPI-CEO Jay Berman. "Dennoch gibt es immer noch Einbußen durch kommerzielle und Internet-Piraterie."
60 Prozent der Musikumsätze passieren stets im zweiten Halbjahr. Die vier großen Musikkonzerne - Universal Music, SonyBMG, EMI und Warner Music - erhoffen sich durch Hits von Britney Spears, U2 und Co steigende Umsätze.
Die USA sind mit 40 Prozent Volumenanteil der größte Markt weltweit. Dort konnte im ersten Halbjahr 2004 ein Umsatzplus von 3,9 Prozent eingefahren werden - und das nach einem Vergleichshalbjahr von minus zwölf Prozent.
In Europa gingen die Umsätze um 7,7 Prozent zurück, laut IFPI besonders stark in Österreich, Frankreich und Spanien. In Lateinamerika stiegen die Umsätze um 24 Prozent, während sie in Japan leicht stiegen und in Australien um neun Prozent fielen.
