Biometrie-Pässe kommen nächstes Jahr
Ministeriumssprecher Johannes Rauch dementierte einen Bericht der "Presse", dass die "E-Pässe" mit einem digitalen Bild zur Verifizierung der Gesichtszüge schon im Oktober dieses Jahres eingeführt hätten werden sollen.
Ab Frühjahr 2006 werden Pässe in Österreich mit einem Chip ausgestattet, auf dem ein digitales Bild gespeichert ist. "Diese Frist war geplant, wir halten sie ein", so Rauch.
Bis Sommer 2008 soll jedes Dokument mit einem zusätzlichen Merkmal ausgestattet sein, so Rauch weiter. "Vermutlich wird es sich um einen Fingerabdruck handeln, aber es gibt noch keine einheitlichen Vorgaben der EU."
Laut Innenministeriumssprecher Rudolf Gollia war zumindest politisch allerdings immer der Oktober dieses Jahres geplant - vor allem auch, weil USA-Reisenden ansonsten Visumpflicht drohte.
EU-Bürgern droht Visumpflicht für USADeutschland ab November
Die Chips für die Pässe kommen von Philips, die Technologie dahinter wurde im steirischen Gratkorn entwickelt.
Auch Deutschland bezieht seine Chips von Philips, aber auch Infineon, und wollte zuletzt bereits ab Nobemver Biometrie-Pässe ausgeben. Ob der Termin allerdings von der technischen Umsetzung her haltbar ist, wird sich noch zeigen müssen.
Auch die USA, von denen schließlich der Druck zu Biometrie-Pässen ausgeht, kämpfen derzeit noch mit ausreichenden technischen Problemen.
Zugriff auf die auf dem Chip gespeicherten Daten soll es nur der geöffnetem Pass geben. Diese werden kontaktlos zum berechtigten zertifizierten Schreib-Lesegerät übertragen.
Deutsche Biometrie-Chips sind vergeben
