22.08.2005

IN ARBEIT

Neuer Grafikstandard für Displays

Die Video Electronics Standards Association [VESA] hat zur Aufgabe, international gültige Normen bezüglich der Verbindung von Geräten und Displays durchzusetzen.

Weltweit bekannte Normen wie VGA sind aus der Arbeit der Organisation entstanden. Nun könnte die Gruppe einen neuen Standard einführen, der mit neuen, hochauflösenden Displays besser zurechtkommt und technisch ausgereifter ist.

DisplayPort, so der Name des Standards, erlaubt höhere Datenübertragungsraten und somit die Darstellung hochauflösenderer Bilder. Konkret sollen bis zu 10,8 Gigabit pro Sekunde übertragen werden - und das über nur vier Leitungen.

Darüber hinaus werden sich ändernde Bilder nicht ständig neu geladen, sondern nur aufgefrischt, was der Minimierung der benötigten Bandreite dient.

Auch Übertragung digitaler Audiodaten

Das DVI-Interface ermöglicht zwar bereits die Übertragung hochauflösender Bilder, doch ist eine Kommunikation zwischen mehreren Geräten über den DVI-Standard nicht möglich. DisplayPort soll das ändern, und darüber hinaus sollen digitale Audio-Sourround-Daten über den neuen Standard gleich mitübertragen werden.

Fürsprecher findet DisplayPort beispielsweise bei Geräteherstellern, die immer kleinere Geräte bauen und gerne auf die klobigen VGA- oder DVI-Stecker verzichten wollen.

Auch Content-Erzeuger, etwa die Filmindustrie, sind entzückt: DisplayPort erlaubt auch die optionale Einbindung eines Digital-Rights-Management-Systems [DRM] und erschwert somit unerwünschte Kopiervorgänge.

ATI, Dell, Genesis Microchip, HP, Molex, Nvidia, Philips, Samsung und Tyco haben die DisplayPort-Spezifikationen im Mai ausgearbeitet und sie kürzlich der VESA vorgelegt.

Baldige Entscheidung

Innerhalb rund sechs Monaten will sich die VESA für oder gegen den Standard entscheiden. Während manche Marktbeobachter den Vorstoß begrüßen, sind andere skeptisch, ob ein neuer Standard schnell von den Kunden akzeptiert werden würde.