Ein neuer Kunde für Microsofts IPTV
Die British Telecom [BT] will Video-on-Demand sowie interaktive Inhalte wie Online-Chats, Votings und Wett- und Videospiele anbieten. Nicht anbieten will die BT klassisches Kabelfernsehen, sondern das kostenlose britische Freeview.
Ein Testlauf soll Anfang nächsten Jahres stattfinden, der kommerzielle Start im Somer folgen, so Microsoft.
Abgesehen davon, dass sich nun auch die BT in Konkurrenz zum klassischen TV stellt, scheint Microsoft nach einigen Rückschlägen wieder einen wichtigen Kunden für sein IPTV gefunden zu haben.
Microsofts Kunden in der Schweiz und Australien, Swisscom und Telstra, haben den Einsatz von IPTV verschoben bzw. vorerst ganz abgesagt. Laut Microsoft liegt das Problem aber jeweils nicht bei der Software.
Die britische Rundfunkanstalt BBC testet unterdessen ab September mit 5.000 Usern den Download von Fernseh- und Radiosendungen auf den Heim-PC.
BBC testet TV-Download-PlattformEin großes Puzzlespiel
Anfang Juni sorgten Gerüchte für Unruhe, wonach Microsoft ernsthafte Probleme mit seiner Software hat, die den geplanten IPTV-Roll-out von SBC Ende 2005 bzw. Anfang 2006 stoppen könnten.
Die meisten der Berichte seien falsch gewesen, so Moshe Lichtman, Vizechef von Microsoft TV. Es habe wohl einige Probleme bei der Zusamenstellung einer neuen Software-Plattform mit einer großen Anzahl von Hardware verschiedener Hersteller gegeben, doch nichts davon sei unüberwindbar gewesen.
"Wenn Sie das Fernsehen neu erfinden, gibt es seine Menge beweglicher Teile, und manche Puzzlestücke brauchen länger, bis sie zusammenpassen", so Lichtman.
Microsofts Partner würden große Fortschritte machen, keiner habe seine Pläne geändert.
SBC wollte bereits Ende 2005 großflächig starten, spricht aber nun von einem "kontrollierten Marktstart" in einem kleineren Umfang. Verizon schob seinen Termin von Mitte des Jahres zuerst auf September und schließlich in die zweite Jahreshälfte 2005.
Kampf um Inhalte fürs Fernsehen im Netz
